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Satellitenbild-Start-up Google kauft Skybox für 500 Millionen US-Dollar

London, UK, von oben

Skybox Imaging

London, UK, von oben

Skybox Imaging

Militärroboter, intelligente Thermostate und jetzt Satelliten: Für 500 Millionen US-Dollar hat Google das kalifornische Startup Skybox übernommen, einen Spezialisten für Bilder aus dem All.

Nach der Übernahme von Firmen aus dem Segment Militärroboter oder der künstlichen Intelligenz sowie dem Kauf des Flugdrohnenherstellers Titan Aerospace, erscheint Googles jüngste Akquisition beinahe unspektakulär: Der Suchmaschinenbetreiber hat für 500 Millionen US-Dollar das US-Start-up Skybox Imaging übernommen. Der kalifornische Anbieter ist Spezialist für Satellitenbilder.

Skybox erstellt auf Kundenwunsch hochauflösende Aufnahmen und Videos zu bestimmten Gebieten. Zum Einsatz kommen diese beispielsweise um Felder auf Schädlingsbefall hin zu überwachen, Energie-Pipelines zu kontrollieren oder um die Aktivitäten auf öffentlichen Plätzen wie Flughäfen oder Parkplätze zu beaufsichtigen. Der erste Skybox-Satellit wurde 2013 von Russland aus ins All geschossen und soll rund 100 Kilogramm wiegen, weitere Satelliten sollen in den kommenden Jahren ins All gebracht werden.

Das US-Start-up soll Google helfen, seinen Kartendienst Maps auf dem aktuellen Stand zu halten. Außerdem soll Skybox Googles Projekt, auch abgeschiedene Gegenden der Erde mit Internet zu versorgen, vorantreiben.

Das Satelliten-Programm ist nicht der erste Versuch Googles, entlegenen Regionen Zugang zum Internet zu gewährleisten. Schon mit dem "ProjektLoon" hat Google im vergangenen Jahr in Neuseeland getestet, Internetzugänge mit Hilfe von Ballons bereitzustellen, die in 20 Kilometern Höhe in der Stratosphäre schweben.

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