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Street-View-Kontroverse in USA

Street-View-Kontroverse in den USA Google einigt sich mit US-Gericht

Auch in den USA geriet Google mit seinen Street-View-Aufnahmen ins Visier der Behörden. In Connecticut einigte sich das Internetunternehmen jetzt mit dem Staatsanwalt, um eine offizielle Verhandlung zu vermeiden.

Nachdem sich Google im Dezember 2010 geweigert hatte, einer gerichtlichen Anordnung zur Übergabe der gesammelten Wifi-Daten nachzukommen, einigte sich jetzt das Unternehmen mit dem zuständigen Staatsanwalt darauf, dass eine Weitergabe der Dokumente nicht nötig sei. Als Teil des Deals mit der Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Connecticut versicherte Google jedoch, die Tatsache nicht weiter anzufechten, dass bei den Street-View-Fahrten unverschlüsselte Daten, die über Wifi-Hotspots ausgestrahlt wurden, abgegriffen worden sind.

Google entschuldigte sich erneut für den Fehler: "Sobald uns klar wurde, was passierte, haben wir das Verzeichnen aller WiFi-Daten durch unsere Street-View-Wagen eingestellt und die Behörden informiert. Wir wollten und haben die Daten niemals in unseren Produkten und Diensten genutzt. Wir wollen die Daten so schnell wie möglich löschen und weiterhin mit den Behörden kooperieren, um die beste weitere Vorgehensweise festzustellen und eventuelle Fragen und Anliegen der offiziellen Stellen auszuräumen", so eine Konzernsprecherin, die vom Wall Street Journal zitiert wird.

Das Absaugen der ungesicherten Daten führte Google auch in Deutschland ins Visier von Behörden und Datenschützern. Das Unternehmen hatte dafür bereits Abbitte geleistet und im Oktober 2010 ein intensives Mitarbeitertraining in Sachen Datenschutz angekündigt.

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