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Pinguin

Noch vor Ende des Jahres Google: Automatische Penguin-Updates in Echtzeit

shutterstock.com/Kuvshinova Nadezhda
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Aktuell werden sowohl Googles Panda als auch Penguin nicht in Echtzeit geupdatet. Zumindest bei letzterem soll sich das aber noch vor Ende des laufenden Jahres ändern.

Bereits auf der SMX im März 2015 gab Google bekannt, an einem Update des Penguin-Algorithmus zu arbeiten. Ziel sei es, diese künftig automatisch und in Echtzeit durchzuführen. Wann das Ganze umgesetzt wird, stand bislang aber noch nicht fest. Nun scheinen die Verbesserungen aber noch vor Endes des laufenden Jahres Gestalt anzunehmen, glaubt zumindest John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google Schweiz, in einem Google + Hangout.

Aktuell werden sowohl Panda als auch Penguin nicht in Echtzeit geupdatet. Die Seiten, die davon betroffen sind, müssen Wochen oder Monate warten, bis die nächste Penguin-Überprüfung läuft und die Änderungen und Verbesserungen aufgenommen werden. Das kann zum Teil gravierende Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Seite haben.

Würde Penguin künftig automatisch in Echtzeit laufen, müssten Seitenbetreiber nicht auf Updates warten, etwaige Änderungen könnten sofort umgesetzt werden. 

Das Ziel des Penguin-Updates vom April 2012 war es, Webspam in den Suchergebnissen besser einzudämmen. Betroffen waren laut Google etwa 3,1 Prozent aller englischsprachigen Suchanfragen. Deutsche, chinesische und arabische Suchanfragen waren mit rund drei Prozent betroffen. In Polen sogar fünf Prozent. Zu Webspam-Techniken zählen die in den Webmaster Guidelines von Google genannten wie keyword stuffing oder link schemes. Im Oktober 2014 ging die Penguin Version 3.0 live.

Auch beim Panda Algorithmus gibt es indes Verbesserungen: Google hat offenbar damit begonnen, das Panda Update 4.2 einzuführen. Der komplette Roll-Out soll einige Monate dauern und zwei bis drei Prozent der englischsprachigen Suchanfragen beeinflussen.

In Sachen Werbung gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Bei Facebook ist es schon lange gang und gäbe, nun führt auch Google das Targeting nach E-Mail-Listen ein. "Custom Match" erlaubt es Werbekunden, E-Mail-Listen hochzuladen und mit den Google-eigenen Daten von registrierten Nutzern abzugleichen. So können Unternehmen Zielgruppen auf verschiedene Bereiche wie Gmail, Suche und Youtube festlegen.

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