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Automatisches Fototagging bei Google+

Automatisches Fototagging bei Google+ "Find My Face"

Das Taggen von Fotos gehört in sozialen Netzwerken mittlerweile zu den Standard-Funktionen. Auch Google+ will es seinen Nutzern einfacher machen, Freunde und Kontakte in Fotos zu taggen, und schaltet eine automatische Gesichtserkennung frei - Find My Face.

Die Google-Gesichtserkennungstechnologie merkt nicht nur, ob auf einem hochgeladenen Foto Menschen abgebildet sind. Find My Face registriert auch, wenn jemand ein Photo eines Nutzers ins Netzwerk hochlädt und schlägt automatisch den Namen vor. Freunde und Kontakte der Abgebildeten können dann entsprechende Tags in die Bilder einfügen.

Google+ geht hier den umgekehrten Weg zu Facebook: Die automatische Gesichtserkennung ist standardmäßig ausgeschaltet und muss vom Nutzer aktiviert werden. Wer Find My Face freischaltet, erhält Tag-Vorschläge angezeigt, sobald ein Kontakt ein Bild anschaut, auf dem die Gesichtserkennungssoftware den Nutzer identifiziert hat. Neue Tags werden per Benachrichtigung dem betroffenen Nutzer angezeigt. Diesem bleibt auch überlassen, Tags gegebenenfalls zu entfernen.

"Unsere Systeme machen ausschließlich dann einen Gesichtsabgleich, wenn ihr die Funktion eingeschaltet habt," so Peter Fleischer, Globaler Datenschutzbeauftragter von Google im Google-Produkt-Blog. "Solltet ihr euch zu einem späteren Zeitpunkt dafür entscheiden, die Funktion wieder zu deaktivieren, so löschen wir das erstellte Gesichtsprofil."

Bei Facebook hat die Einsetzung von automatischen Gesichtserkennungstools zum Sturm der Datenschützer geführt: Der Abgleich von biometrischen Daten ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer sei eine Verletzung der rechtlichen Datenschutzvorgaben, meint der Hamburgische Datenschutzbeauftrage Johannes Caspar.

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