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Ausgedruckt! Google stellt Print-Anzeigenvermarktung ein

Ausgedruckt: Google stellt Print-Anzeigenvermarktung ein

Googles Print Ads verfehlten die Erwartungen des US-Internetriesens. Nun ist Schluss damit: Der Direktor der Print-Anzeigenvermarktung, Spencer Spinnell, verkündet per Blog das Aus.

Dem Suchmaschinenprimus Google scheint außerhalb des angestammten Geschäftsmodells Suchwortvermarktung nur wenig Business-Glück beschieden zu sein. Jetzt entschieden die Verantwortlichen von Google nach einer kritischen Selbstbetrachtung, die Anzeigenvermarktung in amerikanischen Tageszeitungen aufzugeben. Nach zwei Jahren Kampf läuft der Dienst zum 28. Februar aus, meldet der Direktor der Print-Anzeigenvermarktung, Spencer Spinell, im Unternehmensblog. Bereits gebuchte Anzeigen werden noch bis zum 31. März veröffentlicht.

Google hatte im November 2006 mit der Sparte "Print Ads" den Sprung vom reinen Online-Vermarkter zum Printvermarkter für amerikanische Zeitungen versucht und sein Portfolio im Laufe der zwei Jahre von anfangs 50 Zeitungen auf über 800 ausgebaut. Darunter waren so namhafte Titel wie die "New York Times", die "Los Angeles Times" oder "The Chicago Tribune". Allein die Publisher gaben bei Google nur Werbeplätze in die Vermarktung, die sie selbst nicht verkauft bekamen und von Google weit unter dem Marktpreis angeboten wurden. Rentabel war das Geschäft so für den Suchmaschinenriesen nicht.

Auch bei der Vermarktung von Radio- und TV-Spots tut sich Google weiterhin schwer. Experten spekulieren, dass diese Bereiche als nächstes zur Disposition stehen.

Überhaupt scheint der Mythos Google langsam zu verblassen: Weihnachten wurde jedoch erstmals an der Weihnachtsgratifikation gespart und das Unternehmen kündigte vergangene Woche an, Stellen und Standorte zu streichen.

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