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Security 02.09.2020
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Security 02.09.2020

Vorsicht bei großen Domain-Namen

Cyber-Kriminelle nutzen gefälschte Marken-Webseiten

Cyber-Kriminelle locken Anwender im Web verstärkt auf gefälschte Websites von großen internationalen Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleistern.

Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Cyber-Kriminelle locken Anwender im Web verstärkt auf gefälschte Websites von großen internationalen Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleistern.

Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mit dem sogenannten Squatting von Domains versuchen Cyber-Kriminelle, die Nutzer zu verwirren, damit sie glauben, sie würden sich auf einer legitimen Seite befinden. Besonders oft werden die Seiten von PayPal, Apple, Netflix, LinkedIn, Amazon und TripAdvisor gefälscht.

Cyber-Kriminelle locken Anwender im Web verstärkt auf gefälschte Websites von großen internationalen Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleistern. Das geht aus einer Untersuchung des Cyber-Sicherheitsunternehmens Palo Alto Networks hervor.

Die Angreifer lassen dafür Internet-Adressen ("Domains") registrieren, die den Namen der Marken enthalten oder Tippfehler der Anwender für einen Angriff ausnutzen. Besonders häufig würden dabei die Webseiten von PayPal, Apple, Royalbank, Netflix, LinkedIn, Amazon, Dropbox, TripAdvisor, Bank of America und der mexikanischen Bank Banorte gefälscht.

Squatting von Domains

Mit dem sogenannten Squatting von Domains versuchen die Cyber-Kriminellen, die Benutzer zu verwirren, damit sie glauben, sie würden sich auf einer legitimen Seite befinden. Im zweiten Schritt gehe es darum, Zugangsdaten abzufischen und den Opfern finanziell zu schaden. Allein im Dezember 2019 seien knapp 14.000 Squatting-Domains entdeckt worden, durchschnittlich 450 pro Tag. Die Forscher von Palo Alto Networks fanden heraus, dass knapp 2.600 (18,6 Prozent) besetzte Domain-Namen bösartig sind und häufig Schadprogramme verbreiten oder Phishing-Angriffe durchführen.

Eine Domain im Zusammenhang mit Samsung habe eine beispielsweise die gefährliche Malware "Azorult" zum Stehlen von Kreditkarteninformationen gehostet. Mehrere Phishing-Websites im Zusammenhang mit Netflix seien eingerichtet worden, um die Opfer zum erneuten Bezahlen einer Rechnung zu bewegen. Das Geld landete dann bei den Betrügern.

In anderen Fällen hätten die Angreifer ihre Opfer zunächst überzeugen können, eine kleine Anfangszahlung für ein Abonnement für ein Produkt wie Gewichtsabnahmepillen zu leisten. Wenn Benutzer das Abonnement jedoch nach dem Aktionszeitraum nicht kündigen, werden ihre Kreditkarten mit viel höheren Kosten belastet, in der Regel 50 bis 100 US-Dollar. Die Forscher raten den Anwendern, besonders bei Domainnamen vorsichtig zu sein, die bekannte Finanz-, Einkaufs- und Bankangebote aufrufen sollen.

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