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Plattformen 27.08.2020
Otto
Plattformen 27.08.2020

Future of Work

Campus und Mobiles Arbeiten: Otto setzt auf hybrides Arbeitsmodell

Der Otto-Campus wird künftig zur Begegnungsstätte.

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Der Otto-Campus wird künftig zur Begegnungsstätte.

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Der Online-Händler Otto lässt seine Mitarbeiter künftig mobil oder im Büro arbeiten - je nachdem welcher Ort besser zur individuellen Arbeitssituation passt und welche Infrastruktur benötigt wird. Das hat auch Folgen für den Neubau der Firmenzentrale.

Seit dem Shutdown Mitte März 2020 arbeitet das Gros der knapp 5.000 Mitarbeitenden von Otto von zuhause aus. In Spitzenzeiten lag die Quote der mobil tätigen Otto-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei über 95 Prozent. Das jedoch soll keine Dauerlösung bleiben: "Von aufgezwungenem Homeoffice halten wir genauso wenig wie von einer vollumfänglichen Präsenzpflicht", erklärt Katy Roewer, Otto-Bereichsvorständin für Personal und Service.

Beides entspreche nicht den eigenen Vorstellungen von moderner Arbeitskultur. Man setze vielmehr auf eine aktivitätsbezogene Wahl des Arbeitsortes, also auf einen individuellen Mix aus Präsenz und mobiler Arbeit - in Rücksprache mit dem Team und mit Rücksicht auf die Arbeitsprozesse. Damit hat der Otto-Campus aber keineswegs ausgedient - im Gegenteil: "Als Ort der Begegnung und als attraktive, emotionale Klammer spielt er auch zukünftig eine zentrale Rolle für uns und unsere Unternehmenskultur. Der Campus ist und bleibt das Herz unseres Unternehmens", so Roewer.

Seit 17. August dürfen unter Beachtung geltender Hygiene- und Abstandsregeln wieder bis zu 50 Prozent der Otto-Belegschaft ins Büro. Die Campus-Rückkehr ist aber freiwillig. Mit Blick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens behält sich Otto vor, Lockerungen komplett oder teilweise wieder rückgängig zu machen oder den Zutritt zum Otto-Campus erneut zu beschränken.

"Das klassische Büro hatte schon vor Corona ausgedient"

Mobiles Arbeiten, technisch und organisatorisch bereits seit 2017 bei Otto möglich, wird weiter ausgebaut. Eine 100-prozentige Remote-Organisation wird Otto außerhalb von Krisenzeiten allerdings auf absehbare Zeit nicht werden. Vielmehr möchte Otto die Mitarbeitenden künftig im Sinne des Activity Based Working verstärkt dazu animieren, ihren Arbeitsort so zu wählen, wie er bestmöglich zur jeweiligen Aufgabe passt. "Dies kann neben den vielen Möglichkeiten auf unserem Campus auch das Zuhause oder ein anderer Ort sein", sagt Irene Oksinoglu, Head of Future Work bei Otto. 

Otto erwartet, dass langfristig mehr Beschäftigte regelmäßiger mobil arbeiten werden als dies vor der Corona-Krise der Fall war. Dementsprechend geringer wird die durchschnittliche Anzahl der am Campus tätigen Mitarbeitenden sein. Dies hat möglicherweise Auswirkungen auf die seit Anfang 2019 in Bau befindliche, neue Otto-Firmenzentrale, die im Jahr 2022 bezugsfertig sein soll. Hier werden bestehende Baupläne für die Flächenplanung auf den Prüfstand gestellt.  

"Das klassische Büro hatte bei Otto schon lange vor Corona ausgedient, daher wurde auch die neue Zentrale von vornherein ohne Einzelbüros geplant", erklärt Oksinoglu. Dennoch hätten die vergangenen Monate den Trend hin zu mehr mobilem Arbeiten noch einmal spürbar beschleunigt. Dem müsse man baulich, kulturell und technologisch Rechnung tragen. "Das Büro der Zukunft wird ein Ort der Begegnung für Networking, kreative Kollaboration und soziale Vernetzung sein - dafür müssen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen. Denkbar ist beispielsweise die Schaffung zusätzlicher Projektflächen, aber auch Stillarbeitsplätze könnten künftig an Bedeutung gewinnen", glaubt die Expertin für Future Work.

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