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Sellvin
Amazon
12.10.2020
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12.10.2020

Marktplatz-Brands Sellvin AG: Jeden Monat ein neuer Online-Marktplatz

Sellvin AG
Sellvin AG

Die Sellvin AG nutzt zum Vertrieb ihrer Eigenmarken fast alle relevanten Online-Marktplätze in Europa. Wichtigster Partner ist Amazon. Warum der Hersteller keine Angst vor dem E-Commerce-Riesen hat, von Alibaba aber lieber die Finger lässt.

Die Sellvin AG ist das, was man eine klassische Marktplatz-Brand nennt. Das Unternehmen analysiert, wo es Marktlücken geben könnte und entwickelt dafür eigene Produkte. Seit dem Launch 2007 ist so mehr oder weniger zufällig ein Produktportfolio entstanden, das von Heimtextilien wie Kissen oder Stuhl-Hussen über Künstlerbedarf und Staffeleien bis zu Jalousien und Rolladenmotoren ganz unterschiedliche Segmente abdeckt.

Vertrieben werden die Produkte in Deutschland und international vornehmlich über Amazon, aber auch über andere Marktplätze in Europa. Den Fokus auf eigene Online Shops hat Sellvin längst aufgegeben. "Wir verstehen das Marktplatzgeschäft einfach besser und können da auch besser skalieren", sagt Jan Henningsen, CEO und Co-Founder bei Sellvin. In konkreten Zahlen heißt das: Rund sieben Prozent des Umsatzes wird mit den eigenen Online Shops erwirtschaftet, 70 Prozent laufen über Amazon - der Rest wird über weitere europäische Marktplätze wie BOL, Manomano, CDiscount abgewickelt.

Alle 1,5 Monate ein neuer Marktplatz

"Wir sehen zu, dass wir im Ein- bis Eineinhalb-Monats-Rhythmus neue Marktplätze anbinden", sagt der Marktplatz-Profi. So dockte Sellvin inmitten der ersten Corona-Welle beispielsweise an Otto an und war - trotz komplexen Onboardings - positiv überrascht von der ersten Umsatzentwicklung. Auch über real.de machte das Unternehmen in den Corona-Zeiten eigenen Aussagen zufolge erstaunliche Umsätze. "Wir waren vorher auch zufrieden, das war eben ein Channel, der nebenher mitlief", sagt Henningsen. Doch während Corona sei der Traffic sehr hoch gewesen.

Ohnehin rannten die Menschen während der ersten Corona-Welle dem Unternehmen - zumindest virtuell - die Bude ein. "Wir hatten teilweise bis zu 40.000 Pakete, die entweder beim Versender irgendwo auf dem Hof oder bei uns in der Logistik gelagert werden mussten, bis sie abgeholt wurden", erinnert sich der Sellvin-CEO. Selbst Lieferzeiten von zehn bis 14 Tagen schreckten die Leute nicht.

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