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Amazon 09.10.2015
Amazon 09.10.2015

Handmade at Amazon Amazon startet Kunsthandwerksbasar

Amazon.com
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Handgemacht ist nach wie vor Trend. Und auf diesen springt jetzt auch Amazon auf. Mit einem Kunsthandwerksportal macht der Online-Riese dabei Etsy Konkurrenz.

Wer bisher nach einzigartigen Artikeln suchte, fand sie vor allem bei Etsy. Doch der Nischenmarkt für handgearbeitete Teile wird jetzt größer. Amazon hat soeben einen eigenen Marktplatz für den Verkauf von Kunsthandwerksgegenständen eröffnet. Mit "Handmade at Amazon" bietet der E-Commerce-Gigant damit eine Plattform für Kunsthandwerker. Zum Start der neuen Plattform sind rund 5.000 Anbieter aus 60 Ländern mit dabei, die über 80.000 Kunsthandwerksartikel zum Verkauf anbieten.

Mit der neuen Plattform diversifiziert sich Amazon auf ein Neues. Nicht nur massenproduzierte Fabrikware steht damit über Amazon zur Verfügung, sondern auch Einzelstücke. Für die Hersteller ein verlockendes Angebot, denn die Reichweite Amazons übersteigt die von Etsy bei Weitem: Amazon verzeichnet rund 285 Millionen aktive Kundenkonten. Bei Etsy sind es etwa 22 Millionen.

Im Gegenzug für die Präsentation und den Verkauf über Handmade at Amazon geben die Händler an Amazon allerdings auch eine höhere Kommission als an Etsy: Zwar gibt es keine Gebühr fürs Listing, dafür aber eine Marge in Höhe von 12 Prozent des Verkaufspreises. Die teilnehmenden Händler können auch in Amazons Fulfillment-Service einsteigen und ihre Produkte von Amazon gegen Gebühr aufbewahren und ausliefern lassen.

Während auf seinem etablierten Marketplace die Händler im Hintergrund stehen, will Amazon bei Handmade übrigens auch die Hersteller in Szene setzen. Fotos der Kunsthandwerker und Künstler garnieren das Angebot; bei der Auswahl der Anbieter legt das Unternehmen außerdem Wert darauf, über die Arbeitsmethoden der Kunsthandwerker mehr zu erfahren und so sicherzustellen, dass sich keine massenproduzierte Ware in den Nischenbasar einschleicht.

Etsy startete im April 2015 an der Börse. Mit einem Crowdfunding-Projekt will das Selbstmach-Portal außerdem Kunsthandwerkern bei der Finanzierung ihrer Kleinstunternehmen helfen.

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