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Payment 06.07.2017
Payment 06.07.2017

Neuer Service verfügbar Paydirekt führt Handy-zu-Handy-Zahlung ein

shutterstock.com/Sergey Nivens
shutterstock.com/Sergey Nivens

Paydirekt will mehr Privatkunden überzeugen und bietet ab sofort Überweisungen direkt von einem Smartphone zum anderen an. Nötig ist nur die Mobilfunknummer oder Mail-Adresse des Empfängers. Zeitgleich verliert Paydirekt den Kunden Reuter.

Neue Payment-Funktion bei Paydirekt: Ab sofort können sich Privatpersonen mit Paydirekt untereinander Geld von ihrem Smartphone aus senden. Dazu müssen sie in ihrer Paydirekt-App die Mobilfunknummer oder die E-Mail-Adresse des Empfängers angeben und die Zahlung bestätigen. Die Eingabe einer TAN oder IBAN ist nicht nötig. Ist der Empfänger bei Paydirekt registriert, erhält er das Geld direkt auf seinem Girokonto gutgeschrieben. Ist er nicht registriert, wird er per Mail oder SMS über die Zahlung informiert und kann sie dann in der Paydirekt-App annehmen. 

Diese Peer-to-Peer-Funktion steht in der jetzt gestarteten Beta-Version allerdings nur Kunden der Commerzbank, der Comdirect, der Deutschen Dank und der Postbank, der Hypovereinsbank und der Oldenburgischen Landesbank zur Verfügung, weitere Banken und die Sparkassen sollen später folgen. 

815 Shop-Betreiber mit dabei

Mit dem neuen Service will sich Paydirekt als Zahlungsmittel bei den Endverbrauchern ins Bewusstsein rücken. Bislang ist die Akzeptanz des Payment-Verfahrens der deutschen Kreditwirtschaft eher verhalten. Laut der aktuellen EHI-Studie "Online-Payment 2017" haben bis Mitte April 815 Shop-Betreiber die Zahlart integriert.

Allerdings sind es meist kleinere Händler, unter den umsatzstärksten Top-1.000 Shops haben lediglich 45 Paydirekt in ihrem Zahlungsverfahren-Portfolio. Als Hauptgrund für ihr Zögern geben die Händler mangelnde Nachfrage seitens der Online-Shopper an.

Aktuell hat Paydirekt zudem den wichtigen Kunden Reuter verloren: Der Online Shop hat das Angebot aus seinen Payment-Möglichkeiten entfernt, es wurde von den Kunden des Möbelhauses kaum genutzt.

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