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Payment 08.10.2020
Stephan Payer
Payment 08.10.2020

Stephan Payer, CipSoft

Die kleinen Tricks der Payment Service Provider

Stephan Payer, Head of Finance and Human Resources bei CipSoft

CipSoft

Stephan Payer, Head of Finance and Human Resources bei CipSoft

CipSoft

Stephan Payer ist Head of Finance and Human Resources bei CipSoft und bei der Abrechnung auf die Unterstützung von Payment Service Providern (PSP) angewiesen. Im Interview erzählt er, warum Händler den PSPs genau auf die Finger sehen sollen.

Stephan Payer ist Head of Finance and Human Resources bei CipSoft, einem unabhängigen Entwickler und Betreiber von Online-Spielen für verschiedene Plattformen. Er ist bei der Abrechnung auf die Unterstützung von Payment Service Providern (PSP) angewiesen. Im Interview erzählt er, warum Händler den PSPs genau auf die Finger sehen sollen.

Wie lässt sich mit Währungsumrechnung betrügen?
Stephan Payer:
Banken und Zahlungsdienstleister wenden oft Wechselkurse an, die deutlich von den tatsächlichen Kursen abweichen. Sie generieren dadurch Einnahmen auf Kosten des Geschäftspartners, die so nicht vereinbart waren.
 
Wie legal/illegal ist dies?
Payer: Nach § 612 Abs. 2 BGB ist, wenn die Vergütung für die Währungsumrechnung nicht bestimmt ist, die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen. Das wären dann wohl typische Wechselkurse anderer Banken oder Zahlungsdienstleister. Aber das müssen Juristen beurteilen.
 
Wie können Händler sicherstellen, dass ihr PSP sauber arbeitet?
Payer: Dass ein schlechter Wechselkurs angewandt wird, ist oft nicht leicht zu erkennen, weil die Wechselkurse täglich schwanken. Der Händler muss also genau nachvollziehen, wann und wie die Umrechnung vorgenommen wurde und was der tatsächliche Kurs an diesem Tag war.
 
Was raten Sie Händlern?
Payer: Nach Analyse der Situation sollten sie in Verhandlung mit ihrem Zahlungsdienstleister treten, um bessere Wechselkurse zu erzielen - da ist in der Regel noch Spielraum. Führt das zu keinem akzeptablen Ergebnis, sollten sie sich die eingenommenen Gelder in Fremdwährung ausschütten lassen und sich selbst mit Hilfe einer Bank oder eines spezialisierten Dienstleisters um die Währungsumrechnung kümmern.
 
Auf dem diesjährigen Payment Summit am 20./21. Oktober erfahren Händler unter anderem, wie sie sich vor Währungsbetrug schützen können.

Payment Summit

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