Meetrics-Report 27.04.2017, 11:50 Uhr

Display-Werbung: Sichtbarkeitsrate auf historischem Tiefstand

Historischer Tiefpunkt: Noch nie kamen im deutschen Online-Werbemarkt so wenige der ausgelieferten Ad Impressions tatsächlich beim Nutzer an. Das zeigt der aktuelle Report von Meetrics.
(Quelle: Fotolia.com/by-studio)
Es ist ein neuer Rekord, aber leider kein positiver: Die Viewability ist in Deutschland um drei Prozentpunkte auf 55 Prozent im ersten Quartal 2017 gesunken. Damit erreicht die Sichtbarkeitsrate von Display-Werbung in Deutschland einen historischen Tiefstand. Noch nie kamen im deutschen Online-Werbemarkt so wenige der ausgelieferten Ad Impressions tatsächlich beim Nutzer an. Das zeigt der "Viewability Benchmark", den der Ad-Verification-Spezialist Meetrics herausgibt.
"Einen so niedrig gemessenen Wert hatten wir bei den Benchmarks in Deutschland bislang noch nicht", erklärt Philipp von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics. "Dass Deutschland die bisherigen Werte an sichtbar gewordenen Werbemitteln nicht halten konnte, führen wir auf den stetig steigenden Konsum von digitalen Inhalten über Handys und Tablets zurück. Die Branche konnte anscheinend bislang noch kein Patentrezept entwickeln, um eine ausreichende Sichtbarkeit sicher zu stellen. Aber aufgrund dieser Entwicklung muss schnellstmöglich der Weg für eine Viewability-Messung auf mobilen Endgeräten geebnet werden. Intensive Bemühungen, die Sichtbarkeit zu steigern und somit Kampagnen erfolgreicher zu platzieren, spiegeln sich in unseren aktuellen Benchmarks leider noch nicht wider", so von Hilgers.

Internationaler Vergleich

Im direkten Vergleich der drei größten europäischen Märkte liegt Deutschland nach einem kurzen Zwischenhoch wieder hinter Frankreich (60 Prozent). Frankreich ist das einzige Land, das die Sichtbarkeit im Vergleich zum vierten Quartal 2016 steigern konnte (Plus von drei Prozentpunkten).
Schlusslicht der europäischen Viewability-Charts ist wieder Großbritannien. Dort verschlechterte sich die Sichtbarkeitsrate um zwei Prozentpunkte und liegt bei nur noch 47 Prozent. 
In Österreich hingegen können Advertiser weiterhin die beste Sichtbarkeitsrate verbuchen: Trotz eines leichten Abfalls (Minus von einem Prozentpunkt) bleibt die Display-Werbung im österreichischen Markt zu 67 Prozent sichtbar. Laut Meetrics liegt das an der konsequenten Umstellung auf Viewable Impressions.



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