Google: Die größten AdWords-Fehler

2. Unstrukturierte Negative Keywords

Neben der kontinuierlichen Optimierung des Keyword-Portfolios durch Hinzufügen von neuen positiven Keywords, ist der Ausbau und die Pflege der negativen Keywords ein entscheidender Schritt, um Kosten durch irrelevante Klicks deutlich zu verringern und die Qualität der positiven Keywords erheblich zu steigern. In der Regel verwendet der AdWords-Einsteiger hierfür den plattform-eigenen Suchbegriff-Bericht (Search Term Report).
Allerdings hat dieser den Nachteil, dass komplette Daten zu Suchbegriffen zeitlich verzögert, meist erst nach 48 Stunden, zur Verfügung stehen. Daher bieten sich für fortgeschrittene AdWords-Nutzer zusätzliche Quellen an. Je nach Anforderung kann es von Vorteil sein, eine Kombination aus den Berichten von Google Analytics (Vorteil: fast real-time und die Daten sind praktisch identisch mit Google AdWords) und den webseite-internen Suchbegriffen (Vorteil: Nutzer ist bereits auf der Seite und sucht nach einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Leistung) zu verwenden.
Aus den vorliegenden Daten lassen sich Suchbegriffe eingrenzen, die nicht zu dem beworbenen Produkt beziehungsweise der angebotenen Leistung passen und somit auszuschließen sind. Kampagnenübergreifende Ausschlüsse sollten in der gemeinsamen Bibliothek in themenbasierten Negativ-Listen zusammengefasst werden - Suchbegriffe, die "kostenlos" oder "download" enthalten, stellen allgemein für E-Commerce Unternehmen irrelevanten Traffic dar, der sich durch das Hinzufügen dieser Keywords in einer globalen Negativ-Liste ausschließen lässt.

3. Keine Keywords im Anzeigentext

So trivial dieser Punkt klingen mag, so wichtig ist dennoch ihn zu erwähnen. Leider kommt es immer noch häufig vor, dass die verwendeten Anzeigentexte die zu Grunde liegenden Keywords nicht oder unzureichend verwenden. Durch die Übereinstimmung von Keyword zu Anzeige steigt die Relevanz und somit der Qualitätsfaktor - das wiederum senkt den durchschnittlichen Klickpreis (CPC) aus und steigert somit die Effektivität der Anzeige.
Werden also die gebuchten Keywords nicht in der Anzeige verwendet, wirkt sich dies negativ auf die Performance der Anzeigengruppe und Keywords aus. Das ist insbesondere ein Problem bei long-tail Keywords, da diese spezifischen Suchbegriffe bestimmte Intentionen des Nutzers widerspiegeln - etwa Kaufabsicht durch transaktionelle Kombinationen wie "rote Sportschuhe kaufen" - und somit auch im Anzeigentext auftauchen sollten.
Vor allem bei größeren Konten mit mehreren hundertausend und millionen Keywords ist es wichtig sicherzustellen, dass die long-tail Keyword Kombinationen mindestens einmal komplett in der Anzeige verwendet werden. Dadurch steigt die Klickrate und somit die eingangs besprochene Relevanz.
Selbst bei erfahrenen AdWords-Nutzern kommt es immer mal wieder vor, dass die Anzeigen zu ungenau verfasst werden, da die Anzeigengruppen nicht detailliert genug aufgesetzt sind und zum Beispiel zu viele Keyword-Variationen oder Übereinstimmungstypen in der Anzeigengruppe verwendet werden. Mehr dazu und mögliche Lösungsansätze im nächsten Punkt.



Das könnte Sie auch interessieren