Social-Media-Tracking 06.07.2010, 11:01 Uhr

Webanalyse auf Facebook integrieren

Sie haben eine Unternehmensseite bei Facebook - und auch schon definiert, welchem Marketingziel Ihre Aktivitäten dienen sollen? Dann sollten Sie Ihre Seite jetzt so optimieren, dass Sie Ihre Ergebnisse nachvollziehen können. Wie Sie am besten vorgehen, berichtet Patrick Ludolph, Solution Consultant bei Coremetrics.
Social Media Tracking (Foto: istock/archideaphoto)
1. Static FBML verwenden
Facebook erlaubt eine individuelle Gestaltung der Fanseite mit Hilfe der eigenen Schnittstelle Static FBML (Facebook Markup Language). FBML ist eine einfache, HTML-ähnliche Auszeichnungssprache von Facebook, die sich schnell erlernen lässt. Mit ihr lässt sich Ihr Facebook-Auftritt individuell an Ihr Corporate Design anpassen oder für verschiedene Zielgruppen auslegen – zum Beispiel eine spezielle Willkommensseiten für eingeloggte Nutzer oder Besucher, die die Seite ohne Login über die Google-Suche erreichen.
Sie können Static FBML auf Ihrer Facebook-Seite integrieren, indem Sie auf der Profil-Seite im Menü die Option "Zu meiner Seite hinzufügen" anklicken. Sobald Sie die Applikation eingebunden haben, können Sie das Layout per FBML frei gestalten.
2. Webanalyse-Tags integrieren
Durch FBML ergibt sich neben der neuen gestalterischen Freiheit auch die Möglichkeit zur Messung der Benutzerinteraktionen auf Facebook. Das heißt, dass Sie unter anderem Benutzerevents auf der Fanseite (das Betrachten einer bestimmten Seite, eine Verlinkung etc.) künftig mit in die Bewertung der gesamten Onlinekampagnen einfließen lassen können.
Um dies zu ermöglichen, werden im Quell-Code der Seite spezielle Javascript-Codes, sogenannte Tags, integriert, die die Kommunikation mit der bestehenden Webanalyse-Lösung ermöglichen. Viele Dienstleister von Webanalyse-Lösungen stellen dazu auch bereits fertige Tags zur Verfügung oder übernehmen das Einarbeiten der Tags im Rahmen des Supports.
Stellen Sie sicher, dass jede Komponente der Page dabei auch ein eigenes Impression-Tag oder Seitenaufruf-Tag erhält. Dadurch lässt sich auch der reine Besuch einer Facebook-Seite (View-Through) zusätzlich zur Klick-Analyse (Click-Through) auswerten.
3. Facebook in die gesamte Kampagnenbewertung einbinden
Alle Benutzerevents auf Ihren Facebook-Seiten werden nun automatisch an das Data Warehouse Ihrer bestehenden Webanalyse-Lösung übermittelt. Der nächste Schritt besteht nun darin, spezielle Kundensegmente für Kunden anzulegen, die Kontakt mit Ihren Marketing-Aktivitäten auf Facebook hatten: Gruppieren Sie zum Beispiel alle Kunden zu einem Segment, die Ihre Facebook-Seite besucht haben und im Anschluss den Produktkatalog in Ihrem Webshop heruntergeladen haben.
In den täglichen Reports können Sie jetzt erkennen, wie sich die Marketingakitivitäten auf Facebook im Vergleich zu allen sonstigen Marketingkanälen (Suchmaschinenwerbung, E-Mail-Marketing) auf Ihren Onlineumsatz auswirken.
Die Wirksamkeit von Facebook-Aktivitäten kann auch separat in Bezug zu anderen wichtigen KPIs (Key Performance Indicators oder Schlüsselindikatoren) gesetzt werden. So können Sie zum Beispiel ermitteln, wie stark Facebook zur Steigerung der Kundenregistrierung in Ihrem Webshop beigetragen.
Fazit
Die Analyse sozialer Medien bietet große Vorteile. Sie ermöglicht es, den Nutzen und die Effizienz Ihrer Marketingmaßnahmen in Social Media wie zum Beispiel Facebook, zu belegen und die entsprechende Verteilung der Budgets zu rechtfertigen. Vor allem die integrierte Analyse von Kundenevents im Zusammenhang mit allen anderen Marketingkanälen ermöglicht Ihnen eine integrierte Sicht auf Ihre Kunden und macht Schluss mit redundanten Reportings.



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