Expert Insights 17.12.2015, 08:10 Uhr

Das erwartet die Affiliate-Branche 2016

Vorherzusagen, was 2016 passieren wird, ist kaum möglich. Auch wenn sogenannte Experten seit Jahren versuchen, Trends zu prognostizieren, werden sie immer wieder eines Besseren belehrt.
Markus Kellermann, geschäftsführender Gesellschafter bei xpose360
Zu schnell ändern sich mittlerweile die Gesetze, Technologien und vor allem auch strategischen Entscheidungen in den Unternehmen, als dass man konkrete Zukunftstrends voraussagen könnte.
Was man allerdings machen sollte, ist sich mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen, die das Business beeinflussen könnten. Denn nichts ist schlimmer als ahnungslos kurzfristig auf neue Gegebenheiten zu reagieren, ohne sich vorab rechtzeitig darüber informiert zu haben.
Aus diesem Grund möchte ich für 2016 diesmal lieber über Visionen und Entwicklungen sprechen, anstatt über konkrete Trends für die Affiliate-Branche.

Steigende Werbespendings in der Digital-Branche

Was natürlich in den nächsten Jahren auch dem Affiliate-Marketing zugutekommen wird, sind die weiterhin steigenden Werbespendings in den digitalen Kanälen. So prognostizierte die Mediaagentur Magna Global (IPG Mediabrands), dass der Anteil der digitalen Medien am weltweiten Werbemarkt in den nächsten zwei Jahren 38 Prozent betragen soll. TV wird dann mit einem Marktanteil von 37 Prozent nur noch den zweiten Rang belegen.
Bereits 2015 war das Internet das am stärksten wachsende Werbemedium mit Werbespendings von über 160 Milliarden US-Dollar weltweit und einem Wachstum von 17 Prozent. Und auch 2016 soll sich diese positive Entwicklung mit einem Plus von 13,5 Prozent fortsetzen, im Gegensatz zur TV-, Radio- und Print-Werbung, die zukünftig weiter stagnieren und an Boden verlieren werden.

Die Weiterentwicklung der Customer Journey

Wichtig für die Unternehmen sollte auch die konstante Weiterentwicklung der Customer-Journey sein. Und damit meine ich gar nicht das Multi-Channel-Tracking als Technologie, sondern das sich weiter verändernde Such- und Nutzungsverhalten der Internet-User.
In den vergangenen Jahren sind durch die mobile Entwicklung und neue Mobilfunktarife immer mehr Surfgeräte, Bildschirme und dadurch letztendlich Touchpoints hinzugekommen. Mit der Zeit verändert sich dadurch auch das generelle Suchverhalten der User. Man sucht oftmals nicht mehr keywordbasiert, sondern die User beschäftigen sich mit konkreten Fragen, welche potentielle Kunden dann in Smartphones eingeben, die Generation Y oftmals sogar per Spracheingabe.

User wechseln während der Customer Journey häufig die Endgeräte. Das sind fünf Möglichkeiten, um den Nutzer im Auge zu behalten.

Während man die Kunden bisher in der Online-Werbung mit kreativen Bannern zum Online-Shopping animiert hat, müssen die Advertiser diese zukünftig mit Antworten durch die komplette Customer-Journey begleiten und ihnen vor allem mobil optimierte Inhalte bieten, am besten über Full-Responsive-Shoppingseiten. Mobile-Shopping oder Mobile-Marketing ist deswegen kein Buzzwort mehr in der Branche, sondern die Mobile-Experience wird zur Pflichtaufgabe und dabei reicht es auch nicht mehr aus, das Web einfach nur auf das Smartphone zu übertragen.
Auch müssen die Unternehmen erkennen, dass es nicht nur darum geht, die vorhandenen Touchpoints zu messen, sondern vor allem auch solche, die sich gerade erst in der Entstehung befinden, zu erkennen. Denn immer mehr junge Käufer nutzen mittlerweile schon gar keine Suchmaschinen mehr, um sich für einen Kauf inspirieren zu lassen, sondern suchen in sozialen Netzwerken nach Antworten. Daher beginnt die Customer-Journey mit zunehmender Häufigkeit nicht mehr bei Google, sondern die Käufer lassen sich von normalen Menschen über soziale Netzwerke, über Bewertungen, auf Blogs, Instagram & Co. beeinflussen und zum Kauf inspirieren.
Dementsprechend wird es für die Advertiser immer wichtiger, den Entscheidungskontext der Kunden bis zum Kauf nachzuvollziehen und dabei kommen natürlich Technologien ins Spiel, die man dazu nutzen sollte.



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