Expert Insights 14.12.2017, 08:10 Uhr

Wie BrandFormance das digitale Marketing verändert

Branding oder Performance? Immer mehr Werbungtreibende entscheiden sich für eine kombinierte Strategie. Um erfolgreiche BrandFormance-Maßnahmen zu realisieren, eignen sich spezielle Formate. Doch müssen diese dann auch richtig eingesetzt werden.
Rasmus Giese, CEO United Internet Media
Immer wieder werden im Markt Stimmen laut, die den digitalen Werbekanälen die Branding-Fähigkeiten absprechen wollen: Digital könne vor allem performen, klassische Medien hingegen die Marke weit besser stärken. Wäre diese These der Digital-Pessimisten wahr, ließe sich zukünftig immer schwerer Branding-Werbung betreiben. Denn die Mediennutzung verschiebt sich weiter Richtung Smartphone, Tablet und PC und internetbasierte Endgeräte. Gerade die Digital Natives greifen seltener zu den klassischen Medien.
Doch keine Sorge, auch die jüngeren Zielgruppen lassen sich in Zukunft zur Markenbildung ansprechen. Das Branding-Potenzial der digitalen Kanäle belegt eine Vielzahl von Untersuchungen zur Werbewirkung und Fallstudien von unterschiedlichsten Vermarktern.

Entweder Branding oder Performance: Das muss nicht mehr sein

Werbungtreibende müssen nicht mehr ihren Fokus entweder auf das Branding ihrer Marke oder auf eine gute Performance ihrer Kampagnen legen. Stattdessen können sie ebenso auf eine Kombination der beiden Bereiche setzen, um ihre Online-Marketingstrategien auf Erfolgskurs zu bringen. BrandFormance heißt das Konzept, das einen leistungsorientierten Ansatz mit Branding-Zielen verbindet.
 
Natürlich müssen die Kampagnen dafür angepasst werden, dafür gibt es speziell entwickelte Werbemittel, mit denen sich sowohl Branding- als auch Performanceziele erreichen lassen. Eine besondere Anforderung bei einer BrandFormance-Kampagne ist etwa eine hohe Sichtbarkeit der Anzeigen. Branding-Effekte schaffen Formate, die eine attraktive Platzierung auf dem Screen und hohe Viewability vereinen. Gleichzeitig müssen die Ads aber auch Performance-Elemente beinhalten, wie zum Beispiel ein auffälliges Pricing oder einen Link sowie eine Beschreibung der Angebotsvorteile.

Erfolgreiche BrandFormance berücksichtigt das Nutzerinteresse

Für das doppelte Wirkungspotenzial müssen allerdings auch die Spielregeln beider Bereiche eingehalten werden: Kriterien wie Brand Safety und Qualität des Umfelds erhöhen die Sicherheit für die Marke. Eine hohe Reichweite sowie Relevanz durch eine zielgruppengerechte Aussteuerung stellen die Performance sicher.
BrandFormance lässt sich am besten umsetzen, wenn die Plattformen die richtigen Daten mit Nutzerinteressen zur Verfügung stellen. Über Targeting können diese Interessen zielgerichtet in der Ansprache berücksichtigt werden. Digital bietet damit den Vorteil, Branding mit einer direkten, angepassten Handlungsaufforderung verbinden zu können.
 
BrandFormance-Kampagnen vereinen die Stärken beider Seiten und verändern die digitale Marketingstrategie. Werbungtreibende, die eine prominente Platzierung der Ausspielungen realisieren und gleichzeitig deren Aufmerksamkeit mit guten Angeboten gewinnen, unterstützen ihre Markenbildung im Internet - und das in Kombination mit guter Performance. Allen Digital-Skeptikern zum Trotz.



Das könnte Sie auch interessieren