dmexco-Macher  02.11.2017, 16:29 Uhr

Koelnmesse trennt sich von Schneider und Muche

Sie galten als die Macher der größten Digitalmesse Europas. Jetzt hat die Koelnmesse die Zusammenarbeit mit Christian Muche und Frank Schneider beendet. Wer jetzt die dmexco organisieren soll, ist unklar.
Christan Muche (l.) und Frank Schneider (r.) 
Das Ende kam per Pressemitteilung: Die Koelnmesse, Veranstalterin der Marketingmesse dmexco, trennt sich mit sofortiger Wirkung von Christian Muche und Frank Schneider, die mit ihrer Beratungsgesellschaft KM Digital Marketing Events seit 2009 den Event organisiert hatten. Zu den Gründen für das Ende der erfolgreichen Zusammenarbeit wollte sich ein Sprecher der Koelnmesse nicht äußern. Auch Muche und Schneider waren für ein Statement nicht erreichbar.
Während das Ende für die beiden dmexco-Macher überraschend kommt, will die Koelnmesse die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) fortsetzen. Ein entsprechender Vertrag wurde "vorzeitig um mehrere Jahre verlängert", wie es in der Pressemitteilung heißt.
BVDW-Pressesprecher Tim Sausen sagte der Redaktion auf Anfrage, dass sich beide Parteien bereits frühzeitig um eine Fortführung der Kooperation bemüht haben. Man habe mit der Vertragsverlängerung gemeinsam einer möglichen Standortdiskussion entgegengewirkt. "Wir sprechen uns seit jeher für Köln als Standort aus", so der BVDW.
In den Medien war in der Vergangenheit immer wieder die Frage aufgeworfen worden, ob Köln der richtige Platz für eine Veranstaltung diesen Zuschnitts sei. In der Zusammenarbeit nimmt die Koelnmesse die Rolle des Veranstalters ein, während der BVDW der ideelle Träger ist. Ohne den Verband kann die Messegesellschaft die dmexco nicht ausrichten, denn die Namens- und Markenrechte liegen beim BVDW.
Frank Scheider, der bei der dmexco seit ihrer Premiere 2009 den Part der Messeorganisation inne hatte, kennt die Branche in- und auswendig. Er hatte bereits zuvor die Online Marketing Düsseldorf organisiert, sein Wechsel von Düsseldorf nach Köln hatte seinerzeit für beträchtlichen Wirbel gesorgt. Auch Christian Muche, der sich bei der dmexco um die inhaltliche Ausrichtung des Konferenzprogrammes gekündigt hatte, ist ein alter Hase. Frühere berufliche Stationen waren bei AOL und Yahoo.
In einem Interview vor der dmexco 2017 hatten beide ihr Konzept erläutert - ein Konzept, das offenbar jetzt nicht mehr für gut befunden wurde.    



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