Meine Top-Kampagne 19.08.2016, 08:10 Uhr

LTE-Kampagne von Klarmobil: Flatrate auf Speed

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Stefan Kuhlmann von Exponential Interactive.
Wer hat sich noch nicht über langsame Download-Zeiten beim Surfen im Internet aufgeregt? Klarmobil setzt das Thema Geschwindigkeit auf humorvolle Art und Weise für die Bewerbung des neuen LTE-Tarifs in Szene - laut aktueller TV-Werbung sind die Tarife nun "scheiße schnell". Als Testimonial dient wieder Simon Gosejohann - dem Highspeed-erprobten Protagonisten ist dabei nichts schnell genug.
In der ersten Phase der Kampagne werden alte Spots auf die sechsfache Geschwindigkeit beschleunigt und nur mit dem Zusatz "Jetzt auch in scheiße schnell. Die Smartphone Flats von klarmobil.de" versehen. Durch den Fast-Forward-Effekt können die kürzeren Spots bei gleichem Mediaeinsatz häufiger geschaltet werden, so werden Reichweite und Kontaktanzahl maximiert. Man selbst schmunzelt über die schnellsten Interviews der Welt.
Der Display-Kanal wird über Performance-orientierte Werbemittel mit klarem Absatzfokus bedient. Dabei wird das Format auch auf You­tube mit eigens inszenierten Pre-Rolls gespielt, die wirklich fast nur fünf Sekunden lang sind. Der Traffic wird dann via Klick auf das "Mic"-Kundenportal, das Online-Magazin von Klarmobil, gelenkt.
Die Zielrichtung der Kampagne ist klar: Die ­Marke möchte sich über affinen und unterhaltsamen Content im relevanten Set der Zielgruppe langfristig positionieren. Die Kampagnenaktivierung kann sich sehen lassen. Bereits zwei Wochen nach Start wurde der Traffic auf der Website um 60 Prozent gesteigert und eine Reichweite von über 400 Millionen Kontakten erzielt.
Die Kampagne wird auch Richtung Social Media und Facebook verlängert und greift Video-Formate und "Speedtests" mit ­Gosejohann wieder auf. Ab August sollen dann längere Online-Formate zum Thema Geschwindigkeit produziert werden. ­Zugleich wird Gosejohann in neuen Episoden wieder auf die Suche nach echter Geschwindigkeit geschickt.
Wie eindrucksvoll Momondo die eigene Marke in den Hintergrund gestellt hat, um dem Thema Toleranz mehr Platz einzuräumen, erläuterte Bernadette Brown von Socialbakers vor zwei Wochen.



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