OVK Online-Report 2018/01
27.02.2018, 11:31 Uhr

Digitale Werbung wächst um 8 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro

Der OVK im BVDW präsentiert wieder aktuelle Zahlen zum digitalen Werbemarkt. Demnach legte der Umsatz mit Online- und Mobile-Werbung im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 1,93 Milliarden Euro netto zu.
(Quelle: shutterstock.com/Tsyhun)
Die digitale Werbebranche in Deutschland muss sich keine Sorgen machen, zumindest wenn es nach dem aktuellen Online-Report 2018/01 des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) geht. Demnach konnte digitale Werbung 2017 auf 1,93 Milliarden Euro netto zulegen. Das ist im Vorjahresvergleich ein Plus von acht Prozent.
Das ausgewiesene Umsatzvolumen umfasst die Kanäle Desktop und Mobile. Grund für diese Auswahl ist, dass sich eine separate Darlegung zunehmend schwierig und ungenau gestaltet, da die Kanäle verschwimmen und Kampagnen meistens crossmedial ausgeliefert werden.
Saisonbedingt waren die Monate Oktober bis Dezember am umsatzstärksten. Im vierten Quartal 2017 betrugen die Umsätze knapp 622 Millionen Euro. Treiber waren wie auch im Vorjahr Mobile und Bewegtbild. Zudem hält der Trend zu Programmatic und damit der Zweitverwertung an und wächst weiter, so Rasmus Giese, Vorsitzender des OVK.

Werbeformen und Prognose

Der Blick auf die fünf populärsten Werbeformen zeigt: Das Pre-Roll ist mit 450 Millionen Euro weiterhin der Spitzenreiter unter den Online-Display-Werbeformen. Das Ad Bundle (278 Millionen Euro) und Billboard Ad (273 Millionen Euro) liegen mittlerweile nahezu auf einem Niveau.
Bruttowerbeinvestitionen in Online-Werbung nach Werbeformen für 2017:
(Quelle: OVK)
Die Rückgänge im Vorjahresvergleich sind Giese zufolge der ständigen Innovationskraft im Markt geschuldet. Es kämen laufend neue Formate hinzu, so dass sich das Gesamtwachstum auf mehrere Schultern verteilt.
Die Prognose für 2018 im Bereich digitale Werbung (Online und Mobile) liegt dem Report nach bei zehn Prozent. Das entspräche Nettowerbeinvestitionen in Höhe von 2,12 Milliarden Euro netto.
Betrachtet wird der gesamte Digitalmarkt, nicht nur das OVK-Universum. Das heißt, es werden alle Plattformen erfasst, auf denen digitale Werbung ausgeliefert wird - auch Google und Facebook. In die Berechnung fließen alle graphischen Werbemittel aus dem Display- und Video-Segment ein, nicht jedoch die beiden Segmente Affiliate und Search.

Zukunftsthemen

Im laufenden Jahr will sich der OVK vor allem auf die Vernetzung mit nationalen und internationalen Initiativen und Projekten wie der Zertifizierungen im IAB Europe konzentrieren. "Dazu wird sich der OVK verstärkt der Coalition for Better Ads widmen sowie die Zusammenarbeit mit der Agof zu Themen um Werbequalitätssicherung intensivieren", erklärt Carsten Schwecke (Media Impact), Stellvertretender Vorsitzender des OVK.
Ziel sei es, die Initiativen zu begleiten und mit zu beeinflussen, um den nationale digitalen Werbemarkt zu stärken, vor allem die digitale Display-Werbung. Etwa durch die Erbringung von Werbewirkungsnachweisen.



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