Smart Data Summit 26.11.2015, 09:00 Uhr

Deutschlandcard: "Wir nutzen Daten, um unsere Teilnehmer besser kennzulernen"

Blick in die Praxis: Dirk Kemmerer, Geschäftsführer Deutschlandcard, berichtet, wie das Bonusprogramm mit seinem Wissen über Kundeninteressen Multichannel-Marketing betreibt.
Dirk Kemmerer, Geschäftsführer Arvato Digital Marketing und Geschäftsführer Deutschlandcard
(Quelle: Deutschlandcard )
Am 8. Dezember 2015 findet in Hamburg der Smart Data Summit statt. Dirk Kemmerer, Geschäftsführer Deutschlandcard, wird dort einen Vortrag zum Thema "Datengestütztes Multichannel-Marketing in der Praxis" halten. INTERNET WORLD Business hat nachgefragt, wie das Bonusprogramm auf Basis seiner Kundendaten sein Multichannel-Marketing-Konzept umsetzt.
Welche Kanäle umfasst Ihr Multichannel-Marketing-Konzept?
Dirk Kemmerer: Die Deutschlandcard verfügt über vielfältige und reichweitenstarke Kanäle. Hierzu gehören beispielsweise Printmailings, Newsletter, die Deutschlandcard-App sowie die Website. Zudem können verschiedene Maßnahmen am Point-of-Sale sowie in den Medien der Partnerunternehmen umgesetzt werden.
Welche Daten setzen Sie wie ein für dieses kanalübergreifende Marketing?
Kemmerer: Wir nutzen die uns vorliegenden Daten, um unsere Teilnehmer und deren Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen. Die Customer Insights der Deutschlandcard stützen sich auf Informationen von derzeit mehr als 16 Millionen Teilnehmern, die ihre Deutschlandcard bei Lebensmittelhändlern über Tankstellen bis hin zu Autovermietungen und Reiseveranstaltern sowie bei mehr als 350 Online Shops einsetzen.
Auf Basis dieser Daten können wir durch komplexe Analysen beispielsweise ermitteln, welche Zielgruppen für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen affin sind oder welche Form der Ansprache für sie besonders relevant ist. So können wir unter anderem ableiten, ob für eine Zielgruppe alleine der Preis entscheidend oder ob sie besonders markenaffin ist. Ebenso ermitteln wir bei jeder Kampagne beziehungsweise bei jeder Kommunikation auch die Reaktionsquoten. So erkennen wir, welche Kanäle bestimmte Kundengruppen präferieren. Dieses Wissen fließt kontinuierlich in die Datenbanken für zukünftige Marketingaktivitäten ein.
Wie gelingt die Personalisierung? Können Sie das anhand eines Beispiels beschreiben?
Kemmerer: Nun, die Einsatzmöglichkeiten der Customer Insights sind äußerst vielfältig. Ein Beispiel wäre ein Spielzeughändler, der gezielt Neukunden gewinnen möchte. Für ihn sind natürlich Familien mit Kindern eine äußerst relevante Zielgruppe, die allerdings ohne das entsprechende Kundenwissen nur sehr schwer zu identifizieren ist. Als Partner der Deutschlandcard könnten wir mit ihm ermitteln, wie viele Familien mit Kindern - und somit potentielle Kunden - im näheren Umkreis einer Filiale leben und analysieren, welche Affinitäten und Präferenzen diese Zielgruppen aufweisen. Diese Teilnehmer können anschließend mit maßgeschneiderten Angeboten über die Deutschlandcard sowie über verschiedene Kanäle angesprochen werden.
Können Sie anhand von Auswertungen belegen, dass kanalübergreifendes Marketing erfolgreich ist?
Kemmerer: Definitiv. Deutschlandcard-Teilnehmer, welche über verschiedene Kanäle mit uns beziehungsweise unseren Partnerunternehmen in Kontakt stehen, weisen eine deutlich höherer Aktivität im Programm auf. Bezogen auf Kampagnen registrieren wir hier im Durchschnitt auch eine höhere Responsequote.



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