Was der Trend zum Internet der Sprache fürs Marketing bedeutet

Die Bedeutung des Trends für das Marketing

Was bedeutet dieser Trend zum Internet der Sprache für das Marketing?

1. Audio-Marketing gewinnt an Bedeutung

Die Verbreitung der Sprachassistenten verläuft parallel zu einer generell steigenden Relevanz von Audio in der Online-Welt. Ein Trend, den wir bereits in den vergangenen Jahren beobachten konnten: Haben 2015 rund die Hälfte der Deutschen über 14 Jahren Audiofunktionen im Internet genutzt, waren es 2017 bereits zwei Drittel, also 45 Millionen. Tendenz steigend. Zeitgleich wachsen auch die Audio-Angebote von Webradios über Streaming-Dienste bis zu Podcasts. Wer schon heute damit beginnt, dieses Potenzial für sein Marketing zu nutzen, verschafft sich einen unschätzbaren Vorteil.

2. Marken brauchen eine Audio Identity

Mit dem Siegeszug von Sprachassistenten und Smartspeakern gewinnt non-visuelle Kommunikation an Bedeutung. Oder anders gesagt: Hören ist das neue Sehen. Unternehmen müssen sich in der neuen Audiowelt ganz neue Fragen stellen: Wie und wo finde ich in interaktiven Audioangeboten statt? Wo informiere ich über meine Produkte beziehungsweise Dienstleistungen? Und wie funktioniert Storytelling über sprachliche Interaktion?
Für den Abverkauf von Produkten stellen sich weitere Fragen: Wo können Nutzer meine Produkte finden? Wie verkaufe ich über Sprachassistenten? Und wie sieht erfolgreiches Marketing im Audio-Umfeld aus? Bei all diesen Fragen ist eindeutig, dass eine klar definierte Audio Identity unverzichtbar ist, um Marken im neuen Internet der Sprache unverwechselbar und wirkungsvoll zu positionieren.

3. Neue Kommunikations- und Werbeformen entstehen

Der Trend zu einer "heads up world" erfordert entsprechend smartes Marketing. Selbstverständlich arbeiten Amazon, Apple und Google selbst daran, das Monetarisierungspotenzial ihrer smarten Assistenten und Devices weiter zu vermarkten.
Aber Marken haben die Möglichkeit, sich auch unabhängig davon im neuen Audiouniversum hörbar zu machen. Sei es durch eigene Apps - ein Weg, den zum Beispiel Douglas gerade mit seiner Alexa-Skill für personalisierte Duftberatung gegangen ist. Die Mechanik ist einfach aber effektiv: Alexa stellt dem Nutzer fünf Fragen und ermittelt daraus eine persönliche Duftempfehlung. Auf Wunsch sendet Alexa dem Nutzer die Ergebnisse per E-Mail zu. Den empfohlenen Duft können die Kunden in der Filiale testen oder ihn direkt auf douglas.de bestellen.
Oder auch durch Werbeformen, die einen unmittelbaren Link von der Audiowelt ins visuelle Internet schaffen. Beispielhaft sei hier die Shake Me Ad von Antenne Bayern genannt, die beim Hören eines Spots in der Sender-App durch bloßes Schütteln des Smartphones auf eine entsprechende Zielseite des Werbekunden verlinkt.
 
Die Audio-Revolution ist in vollem Gange. Oder um es mit Sascha Lobo zu sagen: "Die Einstiegsdrogen von Amazon und Google verbreiten sich auch hierzulande schnell, und die Folgen werden so tiefgreifend sein wie beim Smartphone."



Das könnte Sie auch interessieren