Stationäre und mobile Web-Angebote 27.08.2015, 08:05 Uhr

Agof veröffentlicht zum ersten Mal digital facts

Die Agof veröffentlicht zum ersten Mal die digital facts. Die monatliche Auswertung umfasst die stationäre und mobile Nutzung, also das digitale Gesamtangebot von Web-Angeboten.
Die digital facts werten stationäre und mobile Angebote aus
(Quelle: shutterstock.com/bloomua )
Premiere bei der Agof: Zum ersten Mal veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung ihre sogenannten digital facts. Die neue Auswertung erscheint monatlich und ermöglicht erstmals die gleichzeitige und überschneidungsfreie Betrachtung von stationären und mobilen Angeboten. Gleichzeitig werden aber auch weiterhin der stationäre und mobile Internetbereich separat analysiert.

Interactive Media auf Platz eins

Die Ergebnisse der ersten digital facts vom Juni 2015: Im Bereich der Internetangebote liegt T-Online mit einer Netto-Reichweite von 31,4 Millionen Unique Usern auf Platz eins. Es folgt eBay mit 21,3 Millionen Unique Usern und gutefrage.net mit 20,5 Millionen Unique Usern.
Bei den Vermarktern liegt im digitalen Gesamtranking Interactive Media mit einer Netto-Reichweite von 38,1 Millionen Unique Usern auf Platz eins. Platz zwei belegt United Internet Media mit 36,3 Millionen Unique Usern und Ströer mit 35,5 Millionen Unique Usern den dritten Platz. Betrachtet man hier den reinen stationären Bereich, liegt Ströer vor Interactive Media und Axel Springer Media Impact. Spannend dürfte die Auswertung werden, wenn die Übernahme von Interactive Media durch Ströer vom Kartellamt genehmigt ist und diese in die facts erstmals einfließt.
Die neuen digital facts vom Juni 2015 basieren erstmals auf den Daten der amtlichen Bevölkerungsstatistik. Demnach leben in Deutschland etwa 1,3 Millionen weniger Menschen (deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahren) als bislang angenommen. Je nach Zielgruppe fällt dies jedoch sehr unterschiedlich aus, einige Bevölkerungsgruppen sind sogar größer als vermutet. Das wiederum kann Auswirkungen auf die Reichweiten von Angeboten und Belegungseinheiten haben, die nicht auf eine geänderte Nutzung zurückzuführen sind. Und: Die Vergleichbarkeit zu den bisher veröffentlichten Ergebnissen der Regelstudien ist damit stark eingeschränkt.

"Essentielle Grundlage für die digitale Mediaplanung"

Bereits im vergangenen Jahr veröffentlichte die Agof zur dmexco 2014 die "digital facts" - allerdings nur in der ersten Ausbaustufe, dämpfte ­Matthias Wahl die Erwartungen. "Das ist noch ­keine gemeinsame Erhebung der mobilen und stationären Internet-Nutzung, wie wir sie zukünftig planen, sondern erst einmal eine Fusion aus Internet Facts und Mobile Facts", so Wahl damals.
In diesem Jahr kann die Agof nun die digital facts auf einer gemeinsamen Erhebungsgrundlage vorlegen. Matthias Wahl erhofft sich ­dadurch einen weiteren Schub für die ­digitalen Etats. "Wir ermöglichen damit erstmals eine medienübergreifende und gleichzeitig überschneidungsfreie Planung von mobilem und stationärem Internet."
Auch Rasmus Giese, Geschäftsführer United Internet Media (UIM), zeigt sich erwartungsgemäß erfreut über das neue Agof-Produkt: "Die neuen digital facts bilden die heutige digitale Mediennutzungsrealität ganzheitlich ab und liefern eine für den Markt essentielle Grundlage für die digitale Mediaplanung". Die Platzierung von United Internet Media begründet Giese mit der Multi-Screen-Strategie von UIM und dem starken Ausbau des Mobile-Angebots.



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