3. Quartal 2016 16.11.2016, 14:30 Uhr

Adblocker-Rate in Deutschland liegt bei 19,11 Prozent

Es sind zwar nur kleine Bewegungen, aber sie sind immerhin rückläufig: Die Adblocker-Rate in Deutschland sinkt laut OVK weiter. Lag sie im zweiten Quartal 2016 noch bei 19,43 Prozent, sind es nun 19,11 Prozent.
(Quelle: shutterstock.com/StockPhotoAstur.jpg)
Im dritten Quartal 2016 wurde durchschnittlich auf 19,11 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung verhindert. Im Vorjahr lag der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung noch bei 21,16 Prozent. Das zeigt die aktuelle Messung des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).
Zur Ermittlung der zentralen Adblocker-Rate erheben rund zwei Drittel der OVK-Mitgliedshäuser kontinuierlich und unabhängig voneinander den Anteil der geblockten Online-Werbung auf ihren Angeboten und melden diesen dem BVDW.
Die bisher veröffentlichten Adblocker-Raten im Überblick:
Quelle: OVK
  • Q3 2015: 21,16 Prozent
  • Q2 2015: 21,49 Prozent

Dem Problem Adblocking professionell begegnen

Inzwischen lässt sich aus der rückläufigen Adblocker-Rate durchaus ein Trend ableiten, meint Oliver von Wersch (Gruner + Jahr Digital), stellvertretender Vorsitzender des OVK. "Diese Entwicklung ist auch das Ergebnis einer transparenten Kommunikation der Marktteilnehmer mit den Nutzern. Die Branche hat erkannt, dass sie dem emotional aufgeladenen Problem Adblocking professionell begegnen muss. Das schließt den offenen Dialog mit den Nutzern ebenso wie die Optimierung der Qualität der Online-Werbung mit ein."
Maßnahmen gegen die Adblocker-Verbreitung gab es einige: Angefangen von juristischen Schritten, über Aufklärungshinweise an die Nutzer bis hin zum Sperren von Inhalten. Die Publisher werden nicht müde, User davon zu überzeugen, wie schädlich Adblocker für die Werbewirtschaft sind.
Till Faida indes, Gründer und CEO von Eyeo, Anbieter des Adblockers AdBlock Plus, hält es für ganz normal, dass in gewissen Märkten irgendwann auch Sättigungseffekte auftreten. "Grundsätzlich ist es einfach so, dass die User, die einen Adblocker installieren, eher technisch versierte Nutzer sind. Und dabei handelt es sich nun mal um keine unendlich große Zielgruppe." Wie das Jahr 2016 für den polarisierenden Unternehmer gelaufen ist und warum Eyeo nicht gegen die Digitalbranche kämpft, erzählt Till Faida in unserem Interview.



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