Werbeausgaben für 2020 04.12.2019, 14:35 Uhr

Marketer wollen Budget im Schnitt um 374.000 Euro erhöhen

Drei Viertel der deutschen Marketer wollen ihre Budgets für das nächste Jahr erhöhen, so eine Studie von Rakuten Marketing. Auch die Mediaagentur Jom sagt für den deutschen Werbemarkt 2020 ein leichtes Plus voraus, getrieben durch die digitalen Werbekanäle.
Marketing-Verantwortliche planen eine Budget-Erhöhung für 2020 - im Schnitt um 374.000 Euro.
(Quelle: shutterstock.com/Givaga)
Drei Viertel (76 Prozent) der deutschen Werbungtreibende wollen ihre Budgets für das nächste Jahr erhöhen - und zwar um durchschnittlich 374.000 Euro. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Affiliate-Netzwerks Rakuten Marketing unter 600 Marketer im Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland.
Die Gelder kommen dabei vor allem aus dem Fashion-Segment: Mainstream-Mode verzeichnet mit knapp 460.000 Euro den größten Budget-Anstieg, darauf folgt der Einzelhandel mit 409.000 Euro. Dicht dahinter liegt die Finanzbranche mit 406.000 Euro.
Die geringsten Mehrausgaben (153.000 Euro) möchten Marketer in der Reisebranche tätigen. Luxusmode (362.000 Euro) und Unterhaltungselektronik (336.000 Euro) bilden das Mittelfeld der untersuchten Branchen.

Trends und Verschwendungen

Künstliche Intelligenz und andere technische Hilfsmittel und Tools für das Marketing sind dabei mit 52 Prozent die wichtigsten Investitionsfelder für die Befragten.
Im Vergleich dazu sind 38 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass fehlende Technologie für den größten Teil von verschwendetem Budget verantwortlich ist. Es folgen fehlende Daten (35 Prozent) und mangelnde Einblicke in die Performance des Unternehmens.

Populäre Kanäle

Am meisten Geld soll im kommenden Jahr in die Kanäle "Social" (36 Prozent), "Influencer Marketing" mit 29 Prozent und "In-App" mit 28 Prozent fließen.
Traditionelle Kanäle verlieren dagegen an Bedeutung: 34 Prozent der deutschen Marketer denken, dass E-Mail-Marketing zur Verschwendung von Budget führen kann.

Bedrohungen und Herausforderungen

Trotz des allgemeinen Optimismus gibt es für die deutschen Werbungtreibenden im kommenden Jahr auch Bedrohungen: Mit 41 Prozent führt dabei die Furcht vor einem härteren Wettbewerb. Auf dem zweiten Platz (38 Prozent) folgt die Qualität der Platzierung und Sichtbarkeit von Anzeigen. 35 Prozent der Befragten in Deutschland betrachten indes die DSGVO sowie Datenschutz allgemein als Bedrohung.
Die größte Herausforderung bleibt für 44 Prozent der Umfrageteilnehmer die Neukundenakquise. Darauf folgt mit 42 Prozent das Thema Innovation im Marketing und auf Platz die bessere Datennutzung (38 Prozent).



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