Belastung von 4,5 Milliarden US-Dollar 11.12.2018, 15:11 Uhr

Stellenabbau und Abschreibung auf Yahoo kosten Verizon Milliarden

Verizon muss im vierten Quartal 2018 eine Belastung von 4,5 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Grund sind die Streichung tausender Arbeitsplätze und die Abschreibungen auf das von Yahoo übernommene Web-Geschäft sowie die Online-Tochter AOL.
(Quelle: shutterstock.com/Ken Wolter )
Die Streichung tausender Arbeitsplätze kostet den größten US-Mobilfunkanbieter Verizon voraussichtlich einen Milliardenbetrag. Noch teurer schlagen die Abschreibungen auf das von Yahoo übernommene Web-Geschäft sowie die Online-Tochter AOL zu Buche, wie Verizon am Dienstag in New York mitteilte. Als Grund dafür nannte das Unternehmen einen verschärften Wettbewerb bei der Online-Werbung.

Die Abschreibungen summieren sich im vierten Quartal auf 4,6 Milliarden US-Dollar (4,0 Milliarden Euro). Unter dem Strich rechnet Verizon mit einer Belastung von 4,5 Milliarden US-Dollar. Der Konzern hatte das Kerngeschäft des früheren Yahoo-Konzerns 2017 übernommen.

Hoher Kostendruck

Zudem muss Verizon die Abfindungen und weitere Kosten für den geplanten Stellenabbau schultern. Diese sollen sich im vierten Quartal auf 1,8 bis 2,1 Milliarden US-Dollar belaufen. Nach Steuern soll die Belastung für den Konzern bei 1,3 bis 1,6 Milliarden US-Dollar liegen. Dem steht ein Steuervorteil von 2,1 Milliarden US-Dollar gegenüber, der im gleichen Zeitraum verbucht werden soll.

Erst am Montagabend hatte Verizon bekanntgegeben, dass rund 10.400 Mitarbeiter freiwillige Abfindungsangebote angenommen hätten. Sie würden das Unternehmen bis Mitte nächsten Jahres verlassen.

Insgesamt hatte der Konzern Ende September laut eigenen Angaben 152.300 Angestellte. Verizon verdiente zuletzt zwar glänzend - der Gewinn stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf rund fünf Milliarden US-Dollar. Doch wegen hoher Investitionen in den neuen Netzstandard 5G steht das Unternehmen unter einem hohen Kostendruck. Verizon gehört zu den ersten in der Branche, die die superschnellen Netze anbieten wollen.



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