Mehr Datenschutz im Webbrowser 24.10.2018, 10:17 Uhr

Mozilla erweitert Tracking Protection in Firefox 63

Mozilla hat die Tracking Protection in Firefox 63 ausgebaut. Künftig soll die Funktion auch den Speicherzugriff von Drittanbieter-Cookies einschränken, um vor Cross Site Tracking zu schützen.
(Quelle: Mozilla )
Wie bereits Ende August angekündigt, erweitert Mozilla die Tracking Protection in Firefox. In Version 63 besteht im Webbrowser nun die Option, Drittanbieter-Cookies sowie gezielt Cookies mit Tracking-Inhalten zu blockieren. Durch diesen Schritt wollen die Entwickler das sogenannte Cross Site Tracking unterbinden. Dabei wird zumeist durch Cookies der Surfverlauf von Nutzern im Netz für Werbezwecke verfolgt.
Über die Seiteninformationen in der Adressleiste sind die Einstellungen für die Tracking Protection erreichbar.
Quelle: Mozilla
Standardmäßig ist die neue Funktion in Firefox zunächst deaktiviert. Es genügt allerdings das Setzen eines Häkchens in den Datenschutzeinstellungen des Browsers unter dem Punkt "Cookies von eingebundenen externen Inhalten ("Drittanbieter")", um die erweiterte Tracking Protection scharf zu stellen. Neben dem Blockieren von Tracking Cookies besteht in Firefox 63 außerdem die Möglichkeit, sämtlichen Cookies von Drittanbietern konsequent den Speicherzugriff zu verwehren. Letzteres kann allerdings die Funktionsweise von verschiedenen Webseiten beeinträchtigen. Für diese Webseiten lassen sich Ausnahmeregeln in den Settings konfigurieren. Ein Schnellzugriff für die Tracking Protection ist in Firefox 63 außerdem über die Seiteninformationen in der Adressleiste zugänglich.

Weitere Highlights in Firefox 63

Neben der ausgebauten Datenschutz-Funktion hat Firefox 63 allerdings auch einige weitere Neuerungen zu bieten. So passen sich etwa die Browser-Themes unter Windows 10 automatisch an die im System gewählten Farbeinstellungen an, um eine einheitliche Optik sicherzustellen.
Firefox-Nutzer unter macOS dürfen sich indessen über Leistungsverbesserungen freuen. Laut Entwickler arbeitet der Browser reaktionsfreudiger und der Wechsel zwischen Tabs wurde ebenso beschleunigt. Zudem erlauben neue WebGL-Leistungseinstellungen, nicht kritischen Anwendungen und Applets der Low-Power-GPU in Multi-GPU-Systemen zuzuordnen.
Zu den weiteren Neuerungen zählt Bild- in-Bild-Support unter Android, Unterstützung für Siri Shortcuts in Firefox für iOS sowie die Ausführung von WebExtensions in eigenen Prozessen unter Linux.



Das könnte Sie auch interessieren