Suchmaschinenoptimierung 18.12.2019, 08:54 Uhr

Was 2020 im SEO wichtig wird

Was bringt das neue Jahr für die Suchmaschinenoptimierung (SEO)? Experten erwarten keine fundamentalen Änderungen. Vielmehr werden die kleinen Dinge für die SEO-Szene 2020 große Bedeutung haben.
(Quelle: shutterstock.com/Dusit)
Von Marcus Obermeier, Head of SEO bei netzeffekt
Das neue Jahr wird im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) keine großen neuen Änderungen bringen. Es gibt vielmehr einige kleine Dinge, die aber teilweise eine große Wirkung haben werden.

Die Basics müssen stimmen

Das Interesse an neuen Trends ist immer groß. Darüber hinaus vergessen aber viele Firmen bei ihrem Online-Auftritt die Basics. Eine technisch "saubere" Webseite ist für die Suchmaschine die Voraussetzung für die Aufnahme in den Index und somit die Pflicht.
Die Optimierung, also die Kür, von Titles, Descriptions, Headlines, interner Verlinkung etc. ist vielleicht nicht "sexy", aber absolut empfehlenswert, um in konkurrenzintensiven Bereichen von Google und Co. überhaupt in Erwägung gezogen zu werden.
Eine saubere Basis-Optimierung schafft die Voraussetzung für den weiteren Erfolg einer Webseite. SEO ist wie ein Eiskunstlauf. Wer bereits in der Pflicht versagt, darf in der Kür erst gar nicht mehr antreten. Wer sich also nicht um die Basics kümmert sollte kompliziertere Optimierungen nicht ins Auge fassen.

Page Speed

Schon seit 2010 ist der Page Speed offizieller Rankingfaktor für den Desktop-Bereich. Seit 9. Juli 2018 ist er auch ein mobiler Rankingfaktor.
 
Quelle: Google
Das ist zwar bereits 1,5 Jahre her, aber dennoch ist die Bereitstellung einer schnellen Webseite heute Voraussetzung für ein gutes Nutzererlebnis. Die Optimierung bezüglich der Erreichung einer guten Page Speed sollte inzwischen höchste Priorität haben und als absolutes "Muss" angesehen werden.

User Intent - Was will der User wirklich?

Nur wenige SEOs machten sich vor zehn Jahren ernsthaft Gedanken darüber, ob der Seiteninhalt dem entsprach, was der User wirklich konsumieren wollte. Mit dem passenden Ranking sorgte man als SEO für den entsprechenden Traffic und überließ es dann oft dem Kollegen aus dem Bereich der Conversion Optimierung oder dem Zufall, dass der Traffic auch konvertierte.
Inzwischen ist es so, dass Seiten, die der Suchintention des Users nicht entsprechen, kaum Chancen auf gute Rankings haben. Durch den Google Algorithmus "RankBrain" weiß Google bei sehr vielen Suchanfragen inzwischen sehr genau, was der User eigentlich möchte.
Sucht man zum Beispiel nach "Damen Sneakers" wird man auf den ersten Suchergebnisseiten ausschließlich Suchergebnisse finden, auf denen man Sneakers kaufen kann. Google weiß, dass die Mehrheit der User, die diese Suchanfrage tätigt, Sneakers kaufen möchte. Eine Seite, die nur informiert, ohne eine Kaufmöglichkeit zu geben ist also von den meisten Usern nicht gewünscht. Daher zeigt Google diese Seiten nicht an.
Für den Marketer und SEO bedeutet dies, dass der User Intent bereits bei der Seitengestaltung und Optimierung auch zukünftig berücksichtigt werden muss, um überhaupt eine Chance auf spätere Rankings zu haben.



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