Koelnmesse vs. KDME 29.11.2018, 14:40 Uhr

dmexco-Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt

Nach rund einem Jahr ist der Rechtsstreit zwischen den früheren dmexco-Machern Christian Muche und Frank Schneider und der Koelnmesse beendet. Beide Seiten haben sich auf einen Vergleich geeinigt - über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart.
(Quelle: shutterstock.com/pikcha)
Es ist endlich soweit: Die Koelnmesse mit den Geschäftsführern Gerald Böse und Herbert Marner und die Firma KDME von Christian Muche und Frank Schneider haben ihren Streit wegen der Beendigung ihrer Beratungstätigkeit für die dmexco einvernehmlich beigelegt. Die Parteien hätten sich am 27. November auf einen Vergleich geeinigt. Über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart.
Plötzlich mangelt es auch nicht an freundlichen Worten: "Alle Beteiligten begrüßen, dass die Zeit des Streitens vorbei ist und man sich vernünftig geeinigt hat. Alle Beteiligten bedauern die Entwicklung der vergangenen Monate."
Schlussendlich fielen dann auch die Dankesworte, auf die viele lange gewartet hatten: " Die Koelnmesse bedankt sich bei Christian Muche und Frank Schneider noch einmal für die sehr erfolgreiche Aufbauarbeit im Rahmen der dmexco seit 2009."

Der Hintergrund

Vor gut einem Jahr sorgte die plötzliche Entlassung der KDME-Chefs für einen Wirbel in der Branche: Die Koelnmesse, Veranstalterin der dmexco, trennte sich mit sofortiger Wirkung von Christian Muche und Frank Schneider, die mit ihrer Beratungsgesellschaft KM Digital Marketing Events seit 2009 den Event organisiert hatten.
Es folgte ein juristisches Nachspiel, aus dem am Ende KDME als Sieger hervorging: Die Messegesellschaft beantragte noch im November 2017 eine einstweilige Verfügung gegen Muche und Schneider, die ihnen untersagen soll, Veranstaltungen auf dem Gebiet des digitalen Marketings zu organisieren. Im Juli dieses Jahres dann sah das Oberlandesgericht Köln die Berufungsklage des Messe-Veranstalters gegen ihre ehemaligen Partner als "offensichtlich unbegründet" an. Die Vorwürfe der Koelnmesse, Muche und Schneider hätten der dmexco gegen vertragliche Bestimmungen Konkurrenz gemacht, waren damit widerlegt.
Im Oktober erklärte auch die Kammer für Handelssachen am Landgericht Köln die Kündigung für unrechtmäßig. Die Messe wurde zudem erstmals auch verurteilt, monatliche Honorar-Zahlungen aus dem Beratervertrag nebst Zinsen für 2018 zu zahlen sowie die Kosten des Verfahrens zu tragen.
Inzwischen wird die dmexco von Dominik Matyka, Philipp Hilbig und Christoph Werner geleitet. 



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