Kehrtwende bei Kölnmesse 07.07.2020, 08:14 Uhr

dmexco 2020 findet nur virtuell statt

Die dmexco 2020 findet ausschließlich virtuell statt. Zuvor hatten die Macher ein hybrides Modell angedacht, eine Mischung aus physischer und digitaler Veranstaltung. Nun jedoch zieht die Kölnmesse den Stecker.
(Quelle: dmexco )
Die Corona-Pandemie zerstörte so manche Event-Träume, im B2B- wie im B2C-Umfeld gleichermaßen. Die dmexco indes - europaweit eine der größten und bekanntesten Messen im Bereich Online Marketing - hatte bis zuletzt Hoffnungen auf ein zumindest hybrides Modell: Erst vor wenigen Tagen gaben die Macher bekannt, am 23. und 24. September eine physische und digitale Veranstaltung zu planen. Nun jedoch kommt alles anders. Die Kölnmesse hat die Veranstaltung, wie auch die anderer Branchen, die bis Ende Oktober in Köln stattfinden sollten, abgesagt.
"Die Absage der physischen dmexco fällt uns sehr schwer. Denn 2020 sind wir mit einem Buchungsvolumen bei den Early-Bird-Anmeldungen gestartet, das deutlich über dem der Vorjahre lag - also beste Voraussetzungen für einen weiteren Meilenstein in der erfolgreichen dmexco-Historie. Die Corona-Pandemie hat uns dann alle unerwartet getroffen und vor eine große Herausforderung gestellt. Wir haben diese als Koelnmesse mit einem effizienten, kreativen und vor allem Corona-konformen On-Site-Konzept beantwortet. Dieser Ansatz ist im Markt auch respektiert worden, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte", erklärt Christoph Werner, Senior Vice President der Koelnmesse.

Die Gründe

Die Gründe für die Absage nennen die Macher selbst: Es habe zu viele Bedenken seitens der Aussteller gegegeben - zum einen hinsichtlich der Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden, zum anderen angesichts der Reiserestriktionen einzelner Länder und Unternehmen.
Zudem hätte die Pandemie viele Unternehmen in eine unsichere wirtschaftliche Lage gebracht, was sich direkt auf ihre Messeplanung auswirkt. Auch die aktuellen Nachrichten um neue Infektionsfälle in Nordrhein-Westfalen hätten eine Rolle gespielt.

dmexco@home

Abgesagt ist die Veranstaltung indes nicht. Die dmexco soll digital als vollwertiges Event stattfinden - in der eigens dafür entwickelten Eventplattform: "Die dmexco@home war von Beginn an nicht als Ergänzung, sondern als eigenständige Plattform konzipiert. Wir erwarten deshalb, dass die digitale dmexco der physischen dmexco in punkto Aussteller-, Besucher- und Kontaktqualität in nichts nachsteht. Wir wissen um den dringenden Bedarf der Branche, gerade jetzt Networking und Business zu betreiben - und liefern die passende Antwort darauf", meint Dominik Matyka, Chief Advisor der dmexco.
Auf der dmexco@home soll es Live-Streams der Conference, interaktive Masterclasses und Deep Dives geben. Zudem würde Networking auf der digitalen Plattform neu gedacht: So könnten alle Teilnehmer direkt in Audio-/Video-Räumen oder per Textchat miteinander kommunizieren, Kontaktdaten austauschen oder Meetings vereinbaren. Sogenannte Spaces im "Virtual Café" bilden themen- oder zielgruppenspezifische Räume, in denen Aussteller beispielsweise ihre Roadshows abhalten oder mit Kunden privat im Austausch bleiben können. 
Aussteller präsentieren sich den Besuchern bei der dmexco@home auf dem interaktiven "Brand Showfloor" in eigenen Brand Showrooms. Darin können sie nicht nur sich und ihre Produkte im Detail vorstellen, sondern auch mit Kunden ins Geschäft kommen.
Die Conference Sessions können im Nachhinein als Video-on-Demand abgerufen werden. Tickets kosten 99 Euro respektive 79 Euro in der Early-Bird-Version und sind ab Mitte Juli online verfügbar.


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