Messe-Rundgang 15.09.2015, 07:30 Uhr

dmexco 2015: Werbebotschaften auf allen Kanälen

Überarbeitete Kennziffern, Qualitätsversprechen und viele neue Angebote: Die Display- und Bewegtbildvermarkter kommen mit zahlreichen Innovationen auf die dmexco.
(Quelle: Fotolia.com/PHOTOCREO Michal Bednarek )
Rechtzeitig vor dem ersten Messetag der dmexco hat die Branche neue Eckdaten präsentiert. Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) legte die Erstausgabe der Digital Facts vor. Diese Markt-Media-Studie erlaubt neue Einblicke in die Webnutzung. Sie unterscheidet nicht mehr danach, ob eine Website über mobile Endgeräte oder einen stationären PC aufgerufen wird, wie es bislang der Fall war.
Sie bietet Werbekunden, die bislang mit den Mobile Facts und den Internet Facts zwei unterschiedliche Studien heranziehen mussten, eine übergreifende Planungsgrundlage. Man sei unheimlich stolz darauf, den Werbekanal Internet auch in Zeiten veränderten Nutzungsverhaltens perfekt abbilden zu können, sagt Björn Kaspring, der Vorstandschef der Agof, die auf der dmexco auch mit einem eigenen Stand vertreten ist (Halle 8 / C068).
Tatsächlich ergeben sich mit den Digital Facts leichte Verschiebungen in den Rankings. Größter Vermarkter ist das Telekom-Unternehmen Interactive Media CCSP, gefolgt von United Internet Media und Ströer Digital. Allerdings ist auch dies nur eine Momentaufnahme. Denn mit der Übernahme durch die Ströer SE verschwindet Interactive Media aus dem Ranking, während Ströer unangefochtener Marktführer unter den Digital-Vermarktern wird.
Da dieser Kauf aber erst im vierten Quartal vollzogen wird, bleibt auf der dmexco vorerst alles beim Alten: ­Interactive Media (Halle 8 / D028 C 021) präsentiert sich dort mit seinen Marken ­T-Online, Gutefrage.net, Autoscout oder Kicker.de noch mit einem eigenen Stand.
Ansonsten wird auf der Messe das eine oder andere Facelifting erstmals richtig sichtbar. Gruner + Jahr (Halle 8 / D068 C061) fasst beispielsweise seine Print- und Digital-Vermarktung ab sofort unter dem neuen Logo G + J EMS zusammen, was ­allerdings keine Auswirkungen auf die Strukturen der ­Vermarktungsorganisation hat.
Das neue Branding bringe aber die seit Jahren gelebte crossmediale Ausrichtung nun auch optisch auf den Punkt und unterstreiche die Positionierung als führender Premium-Crossmedia-Vermarkter, so Frank Vogel, Mitglied der Geschäftsleitung von G + J EMS. Bislang fuhr der Verlag nach außen hin zweigleisig: G + J Media Sales stand für Print und G + J EMS für die digitalen Angebote.
Bereits im Juli hatte es bei Hubert Burda Media, dem anderen großen Verlagshaus, eine Umfirmierung gegeben. Im Mai vergangenen Jahres hatte Burda die Tomorrow Focus Publishing erworben, zu der Focus Online, Chip.de und das Portal Huffington Post gehören. Damit ging auch der Vermarkter Tomorrow Focus Media in den Besitz von Burda über.
Dieser Digital-Vermarkter agiert nun seit Juli unter dem Namen Forward Ad Group (Halle 8 E058 / D051), im Ranking der digitalen Vermarkter liegt er auf Platz fünf. Auf der dmexco präsentiert das Unternehmen seine Native-Advertising-Produktpalette und stellt auch seine neue Technologie "Content Ingestions" vor, die ein kontextspezifisches Targeting im Video-Portfolio ermöglicht. Zudem soll künftig das gesamte Portfolio der Forward Ad Group automatisiert (programmatic) buchbar sein.



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