Etat-Kürzungen bei Advertisern 27.05.2020, 14:50 Uhr

Diese Werbemaßnahmen fielen Covid-19 zum Opfer

Wie hat sich die Covid-19-Pandemie auf Werbemaßnahmen ausgewirkt? Wurden Kampagnen angepasst oder Investitionen sogar erhöht? Antworten liefert eine Befragung der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) unter ihren Mitgliedsunternehmen.
(Quelle: shutterstock.com/BreizhAtao)
Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hat 48 Mitgliedsunternehmen zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Geschäftsentwicklung und Werbemaßnahmen befragt. Die Online-Befragung wurde vom 27. April bis 08. Mai 2020 durchgeführt - die im Mai erfolgten Lockerungen der Beschränkungen haben sich damit nicht in der Befragung wiedergespiegelt.
Der Erhebung zufolge wirkt sich die Pandemie bei den meisten befragten Mitgliedern negativ auf die Umsatzentwicklung aus: Konkret haben 60 Prozent der werbenden Unternehmen mit Rückgängen in den Umsätzen zu kämpfen, 25 Prozent berichten hingegen von einer besseren Umsatzentwicklung.

Werbemaßnahmen

Die Pandemie spiegelt sich auch in den Werbemaßnahmen wieder:
  • Über 80 Prozent der Unternehmen haben in laufende Kampagnen eingegriffen, in dem diese mit reduzierten Budgets weitergeführt oder zurückgestellt wurden.
  • Mehr als 60 Prozent der Mitglieder haben ihre Etats für die Marketingkommunikation reduziert.
  • Bei etwa 30 Prozent bleiben sie unverändert
  • Immerhin sechs Prozent haben ihre Investitionen sogar etwas erhöht.
  • Zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen haben mit neuen Kampagnen auf die Situation reagiert oder haben diese in Planung.
"Viele Unternehmen haben konsequent reagiert und ihre Kampagnen angepasst. Das hat natürlich auch deutliche Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt", erklärt Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM. Die einzelnen Werbeformen und Kanäle seien dabei sehr unterschiedlich von den Folgen der Pandemie betroffen.
Bei klassischen Medien und Sponsoring würden die Investitionen am stärksten reduziert, aber auch digitale Etats blieben nicht verschont. Gleichzeitig würden Budgets auch erhöht, wovon digitale Werbeformen insgesamt etwas stärker profitieren.



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