Gastkommentar
28.02.2019, 09:18 Uhr

Die Trends und Highlights vom MWC

Auch in diesem Jahr gab es zahlreiche Trends, die auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt wurden. Harry Kratel, Vice President Global Marketing bei Smaato, war vor Ort und hat seine persönlichen Highlights der Messe für uns zusammengefasst.
Harry Kratel, Vice President Global Marketing beim Mobile Programmatic Anbieter Smaato
(Quelle: Smaato)
Von Harry Kratel, Vice President Global Marketing bei Smaato
Auch 2019 hat sich die Smartphone-Branche wieder auf dem MWC19 Barcelona (früher Mobile World Congress) im diesmal frühsommerlichen Barcelona getroffen. Die Messe wächst, diesmal sollen es über 2.300 Aussteller und bis zu 110.000 Gäste gewesen sein. Auch wenn Samsung seine neuen Smartphone-Highlights, vor allem das knickbare "Fold", bereits letzte Woche in San Francisco präsentierte, so bleibt der MWC doch DER Branchentreff. Das diesjährige Motto: "Intelligent Connectivity" hat vor allem Geräte und Dienste für verschiedene Branchen und Lebensbereiche beleuchtet. Ansonsten stachen neben dem Dauerthema Mobility natürlich wieder Trends heraus: neben (erneut) KI und IoT vor allem der neue Mobilfunkstandard 5G sowie neue Geräte. Insbesondere bei der Hardware - das sind sich alle einig - gab es so viele Innovationen wie lange nicht mehr.

Schneller und zum knicken: 5G und Falt-Handys

Die fünfte Mobilfunkgeneration 5G soll völlig neue Möglichkeiten für das digitale Leben eröffnen. Doch das Zukunftsthema kommt - zumindest in Europa - nicht recht voran. Während beispielweise in Deutschland immer noch getestet wird, hat der Aufbau in Ländern wie den USA, Südkorea oder auch Japan längst begonnen. Dort fehlten bis dato nur die passenden Geräte. Die wurden jetzt ja man muss sagen fast schon massenhaft vorgestellt. In Deutschland allerdings fehlt das Netz. "Erst mal brauchen wir die Frequenzen", so die Telekom auf die Frage, wann es bei uns losgehe. Die sollen am 19. März versteigert werden. Eilanträge der drei Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica gegen die Auktionsregeln könnten dies aber noch verhindern.
 
Mittlerweile jeder dürfte mitbekommen haben, dass das chinesische Unternehmen Huawei gleich mehrere neue Produkte vorgestellt hat, der Star - und zwar der gesamten Messe - aber das Mate X ist. Der 8-Zoll-Bildschirm besitzt eine Auflösung von 2.480 x 2.200 Pixeln, das Display ist im aufgeklappten Zustand quasi quadratisch. Das Smartphone lässt sich mittig knicken, sodass ein Gerät mit zwei Bildschirmen auf Vorder- und Rückseite entsteht. Huawei und Samsung sind Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt - Samsung verkauft am meisten Geräte, Huawei holt aber auf. Insgesamt dürfte der Markt für Falthandys überschaubar bleiben. Auch, weil noch kein Hersteller erklären konnte, welche Vorteile eigentlich ein Klapp- oder Falt-Displays hat. Und das bei dem Preis: Das Mate X dürfte mit knapp 2.300 Euro das bisher teuerste Smartphone werden. Das vor einigen Tagen vorgestellte Galaxy Fold von Samsung gibt es für 2.000 Euro. Nicht so gut an kam übrigens, dass beide Hersteller ihre Geräte nicht aus der Hand gegeben haben, nicht mal Journalisten.
Der südkoreanische Konzern LG versucht übrigens eine kostengünstigere Alternative mit einem zweiten Bildschirm zu bieten. Das zusätzliche Display sitzt in einer Art Klapphülle und damit im geöffneten Zustand direkt neben dem Bildschirm des Telefons. Beide Displays könnten unabhängig voneinander agieren, zum Beispiel könne man sich einen Film ansehen und gleichzeitig auf dem anderen Bildschirm etwas googlen. Der Preis ist allerdings noch nicht bekannt.

Viele Informationen waren schon im Vorfeld durchgesickert, jetzt ist es offiziell: Samsung hat seine neue Galaxy-S10-Familie sowie das Falt-Smartphone Fold vorgestellt. Wir zeigen die ersten Bilder der Neuheiten.




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