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So setzen Sie Augmented Reality gekonnt ein 01.12.2010, 11:25 Uhr

Erfolgsrezept: Ortsbezogen und sozial

Augmented Reality (AR) wird gerne als Hypethema der Kreativen bezeichnet. Doch das trifft es nicht: Richtig eingesetzt kann AR die Marketingstrategie eines Unternehmens mit relevanten Mehrwerten bereichern. Worauf Sie bei der Umsetzung achten sollten, erklärt Oliver Schiffers, Head of Marketing Strategy and Analysis bei SapientNitro.
So setzen Sie Augmented Reality gekonnt ein (Foto: istock/Cosmin4000)
Ich sehe was, was du nicht siehst, ist das Prinzip von Virtual Reality
1. Bieten Sie echte Mehrwerte:
Die meisten webbasierten AR-Anwendungen, die heute im Einsatz sind, bedienen sich einer Marker-Technologie. Diese ermöglicht es, etwa durch Drehen eines Katalogs, 3D-Modelle von darin enthaltenden Produkten zu generieren. Dauerhaften Mehrwert bekommen Ihre Kunden dadurch aber nicht - denn 3D-Modelle lassen sich auch einfach am Computer per Maus bedienen. Gestalten Sie Ihre AR-Anwendung daher so, dass sie Ihrem Kunden wirklich einen relevanten Mehrwert bietet, den er auf keinem anderen Kanal schneller und bequemer bekommen kann. Die intuitive Nutzbarkeit der Anwendung ist dabei eine Grundvoraussetzung für deren Erfolg.
2. Zeigen Sie ortsbezogene Informationen:
Überlegen Sie, welche Informationen Ihr Kunde an dem Ort, an dem er sich gerade aufhält, wirklich benötigt. Mit welcher Intention nutzt er Ihre Anwendung gerade hier? Möchte er etwa wissen, wo Ihre nächste Filiale ist, erwartet er, genau diese Information zu bekommen - wenn möglich in Verbindung mit aktuellen Angeboten oder Specials, die es aktuell genau hier gibt. Relevante lokationsbezogene Informationen müssen nicht mobil und auch nicht per GPS angepasst werden: Auch spezielle Lokationen eines Kiosks in bestimmten Umgebungen oder ein interaktives AR-Tool innerhalb von Digital Signage können je nach Umgebung bestimmte relevante Angebote bieten, die dann "offline" weitergeführt werden können.
3. Liefern Sie relevante Informationen:
Die Relevanz einer Information beschränkt sich nicht nur auf die Lokation: Vielmehr sollte sie aus Interaktivität und Dialog geschöpft werden. Denken Sie bei Ihrer Anwendung daher schon gleich an den nächsten Schritt und eröffnen Sie Ihrem Kunden Wege, weiter mit Ihnen oder Dritten zu interagieren. Beschränken Sie sich also bei Ihrer Anwendung beispielsweise nicht nur darauf, dem Kunden die relevanten Informationen zu einem Produkt anzuzeigen. Sagen Sie ihm stattdessen auch, wo er dieses in der Nähe am günstigsten erwerben kann und eröffnen Sie ihm Zugang zu weiteren (auch unabhängigen) Ressourcen, die für ihn in seinem Entscheidungsprozess von Interesse sein können.
4. Gestalten Sie Ihre Anwendung sozial:
AR-Anwendungen werden heute hauptsächlich von Einzelanwendern im eigenen Wohnzimmer oder unterwegs auf dem Smartphone genutzt. Dauerhaft erfolgreiche Modelle erweitern die dabei gemachten persönlichen Erfahrungen um kollaborative Aspekte oder Feedback aus den sozialen Netzwerken des Endkonsumenten. Ermöglichen Sie es Ihrem Kunden also, die Meinung seiner Freunde oder Kollegen mit einzubeziehen. So bleibt er im Privaten nicht nur seiner eigenen Urteilskraft überlassen, ob das neue Wunschsofa in der Wohnung auch wirklich gut aussieht; vielmehr kann er auf das Echtzeit-Feedback oder zeitversetzte Tipps seiner Freunde bauen. Bei geschäftlichen Anwendungen ergeben sich unabhängig von der jeweiligen Branche völlig neue kollaborative Möglichkeiten bei Konfiguration, Entwicklung und Planung.



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