Expert Insights 17.09.2015, 08:45 Uhr

Welche Rolle "Mobile" im Konvertierungsprozess spielt

"Mobile" ist wieder einmal eines der zentralen Themen auf der dmexco in Köln. Aber statt der oft verwendeten Parole "Mobile first" sollte es für Werbungtreibende in Zukunft "Mobile everywhere" heißen.
Espen Lund VP Nord- und Zentraleuropa von Kenshoo
Auf der dmexco in Köln versammelt sich das Who-is-Who der deutschen und internationalen Digitalbranche. "Mobile" ist erneut eines der zentralen Themen, in diesem Jahr wohl noch mehr denn je. Doch statt der oft bemühten Parole "Mobile first" sollte es für Werbetreibende künftig "Mobile everywhere" heißen - denn die sich ändernde Mediennutzung und das Onlinesurfverhalten weltweit zeigen, dass mobile Kanäle traditionelle Kanäle nach und nach ersetzen werden. Vor allem Webshop-Betreiber können von einem genauen Blick auf das mobile Segment enorm profitieren.
(Quelle: Kenshoo)
Ganz besonders in der heißen Phase ihrer Verkaufsaktivitäten müssen Shop-Betreiber am Ball bleiben. Es gilt, potenzielle Kunden zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu erreichen. Dabei spielen mobile Endgeräte eine immer größere Rolle. Eigene Studien von uns haben gezeigt, dass allein in der Vorweihnachtszeit 2014 insgesamt 48 Prozent der Klicks auf Suchmaschinenwerbung und 28 Prozent der daraus resultierenden Konversionen auf mobile Endgeräte entfielen. Zahlen wie diese unterstreichen die wachsende Bedeutung von Mobile Marketing und es ist anzunehmen, dass mobile Werbung und gezielte Promotionen im mobilen Bereich eine sehr viel größere Auswirkung auf die finale Konvertierung haben als bisher gedacht.

Vielfältige Customer Journey

In der Tat nutzen immer mehr User eine Vielzahl an Geräten, um online zu gehen - je nachdem, wann und wo sie im Netz surfen wollen. Genauso vielfältig ist auch die Customer Journey geworden, ein potenzieller Kunde bewegt sich nicht mehr nur in einem Kanal, sondern nutzt verschiedene Geräte. Ergo kommt er natürlich auch auf unterschiedlichen Geräten mit einem Werbemittel in Kontakt - und klickt diese mitunter auch von verschiedenen Geräten aus an. Eine der größten Herausforderungen für Werbetreibende und Vermarkter gleichermaßen ist deshalb, zu messen, welche Auswirkungen diese Klicks im Vorfeld der Konvertierung haben - und zwar in ihrer Gesamtheit von allen genutzten Endgeräten aus. Nur so lassen sich effiziente Digitalkampagnen planen und Budgets sinnvoll verteilen.
Das Ausmaß dieser Herausforderung hat die GfK bereits im vergangenen Jahr in einer eigenen Studie zusammengetragen und unter anderem herausgestellt, dass 60 Prozent der erwachsenen Online-User mindestens zwei verschiedene Devices am Tag nutzen. Während ein Viertel der US-Amerikaner (25 Prozent) und ein Fünftel der Briten (20 Prozent) sogar bis zu drei Geräte in Gebrauch haben, beginnen 40 Prozent der Nutzer aus beiden Ländern eine Aktivität auf einem Device, bringen sie aber auf einem anderen Gerät zu Ende. Wie also ist es möglich, die Auswirkungen von Anzeigen, die vor der finalen Konversion auf verschiedenen Geräten angesehen und angeklickt wurden, zu entwirren und zu bewerten? Dieses Cross-Device-Puzzle versucht bereits eine Menge von Unternehmen zu lösen.



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