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Webradiomonitor 2014 Umsätze mit Audio-Werbung verdoppeln sich

Shutterstock.com/Ollyy
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Immer mehr Smartphone-Besitzer hören Radio übers mobile Internet. Online-Audio-Anbieter rechnen damit, dass sich die Werbeumsätze von 2014 auf 2015 verdoppeln werden.

Audio-Online-Anbieter in Deutschland erwarten, dass die Brutto-Umsätze mit In-Stream-Audio-Werbung bis 2015 auf 137 Millionen Euro wachsen werden. Gegenüber 2013 (65 Millionen Euro) wäre das ein deutliches Plus von 111 Prozent. Von 2014 auf 2015 rechnen sie mit einer Steigerung von 51 Prozent. Das geht aus dem Webradiomonitor 2014 hervor, den Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Fokusgruppe Audio im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erarbeitet hat.

Die wachsenden Nutzerzahlen stimmen die kommerziellen Anbieter optimistisch: 71 Prozent sind demnach mit den Abrufzahlen zufrieden oder sehr zufrieden. Mehr als die Hälfte der Anbieter, die Werbung platzieren (55 Prozent), nimmt an Studien zur Reichweitenmessung teil oder will zumindest künftig daran teilnehmen.

66 Prozent der Anbieter erwarten, dass die steigende Online-Audio-Nutzung bis 2015 durch mobiles Breitband weiter beschleunigt wird. Heute werden bereits 33 Prozent der Web-Audio-Angebote über Tablets oder Smartphones abgerufen.

Auch von der verstärkten Verbreitung von internetfähigen TV-Geräten erhoffen sich 52 Prozent der Befragten steigende Nutzungszahlen. Daneben spielen auch integrierte Internet-Hot-Spots, etwa im Auto, eine wachsende Bedeutung. Insgesamt rechnen über zwei Drittel der Befragten, nämlich 69 Prozent, mit einem deutlichen Nutzungsanstieg von Internet-Audio-Angeboten.

Für die Studie wurden insgesamt 2.021 Audiodienste mit 2.670 Webradio-Streams erfasst.  Die zahlenmäßig stärkste Gruppe stellen dabei die Online-Only-Webradios (1.711 Angebote). Zeitraum der Erhebung war von Juni bis August 2014.

Der Musik-Streamingdienst Spotify will indes mit seiner neuen Werbekampagne, die gerade in Deutschland gestartet ist, bei Musikfans schöne Erinnerungen wecken - und setzt dabei auf einen viralen Effekt.

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