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E-Commerce Uhren- und Schmuck-Branche wächst nur online

Shutterstock.com/Forewer
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An Weihnachten mögen die Kassen noch mal ordentlich klingen, doch die Jahresbilanz der Verkäufer von Uhren und Schmuck sieht eher mau aus. Umsatzzuwächse verzeichnet die Branche lediglich im Web.

Nach einer jahrelangen Wachstumsphase mussten die Händler von Uhren und Schmuck im Jahr 2013 ein Minus- von fünf Prozent hinnehmen, das Marktvolumen sank deutschlandweit auf 5,8 Milliarden Euro. Und auch für das laufende Geschäftsjahr ist eine negative Entwicklung zu erwarten - um 200 Millionen Euro weniger als 2013. Doch einen Lichtblick haben die Experten des IFH Köln in ihrer aktuellen Studie "IFH-Branchenfokus Uhren & Schmuck 2014" entdeckt: Die Online-Umsätze steigen.

Während die Umsätze im stationären Handel 2013 im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,4 Prozent zurückgegangen sind, wurden im Internet etwa acht Prozent mehr umgesetzt. Der Anteil des Online-Segments am Gesamtmarkt lag in Deutschland 2013 demnach bei 9,8 Prozent. Bis 2018 soll der Anteil sogar auf 16,7 Prozent anwachsen, prognostizieren die IFH-Analysten. Das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2018 würde dieser Voraussage zufolge 11,9 Prozent betragen. "Auch für den Uhren- und Schmuckmarkt gilt also, das stationäre Geschäft sinnvoll mit Online-Aktivitäten zu verknüpfen", konstatiert Studienautor Uwe Krüger.

Einer Umfrage zufolge, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) gemeinsam mit Creditreform Boniversum durchgeführt hat, sind die mit Abstand beliebtesten Warengruppen im Internet zu Weihnachten Bekleidung, Textilien und Schuhe (44 Prozent) sowie Bücher (39 Prozent). Auf Platz drei folgen Spielwaren (32 Prozent). Das meiste Geld wollen die Shopper allerdings für Computer und Zubehör, Möbel und Dekorationsartikel sowie für Schmuck und Uhren ausgeben - durchschnittlich über 200 Euro.

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