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Nutzer von Tablets-PC und Smartphones aufgepasst: Einkäufe in Online-Shops sind mit einem mobilen Gerät oftmals deutlich teurer, als wenn man mit einem Desktop-PC auf Shopping-Tour geht.

Verbraucherzentrale NRW Tablet-Nutzer zahlen beim Online-Einkauf mehr

Shutterstock.com/Goodluz
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Nutzer von Tablets-PCs und Smartphones aufgepasst: Einkäufe in Webshops sind mit einem mobilen Gerät oftmals deutlich teurer, als wenn man mit einem Desktop-PC auf Shopping-Tour geht.

Immer mehr Webshopper gehen anstatt mit dem Computer lieber bequem auf dem Sofa mit einem Tablet-PC oder Smartphone in der Hand auf Einkaufstour. Das kann aber teuer werden: Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausfand, bezahlen Online-Käufer mit einem Smartphone oder Tablet teils deutlich mehr als PC-Nutzer.

Die Tester legten bei zehn Webshops Produkte in den mobilen Warenkorb eines Tablets. Das Ergebnis: Zeitgleich waren diese am Computer deutlich preiswerter. Das reichte von Hygiene-Einlagen beim Online-Händler Allyouneed, die auf dem mobilen Gerät statt 1,04 Euro satte 2,09 Euro kosten sollten, bis hin zu einem Notebook, für das Notebooksbilliger auf dem mobilen Gerät 200 Euro mehr verlangt. Ähnliches gilt laut der Verbraucherzentrale für die Shops von Cyberport, Otto und Technikdirekt.

Fragwürdig, aber rechtlich in Ordnung

Bei fünf Händlern kauften die Tester mit dem Smartphone ein. Das Ergebnis: Eine Wintermütze verteuerte sich von 3,95 Euro auf 10 Euro. Der Händler Comtech verlangte für einen 47-Zoll-Fernseher vom Smartphone-Kunden satte 150 Euro mehr.

Diese unterschiedliche Preisgestaltung ist übrigens rechtlich völlig in Ordnung. Daher sollten Webshopper vor der Bestellung einen Blick auf die PC-Webseite des Händlers werfen. In vielen Fällen lässt sich so eine Menge Geld sparen.

Der zunehmende Anteil an Mobile Shoppern könnte demnach außerdem dazu beitragen, dass die durchschnittlichen Ausgaben der Internet-Käufer immer weiter ansteigen. Einer Studie von Deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research zufolge werden Webshopper 2014 im Schnitt erstmals einen vierstelligen Betrag investieren: Waren im Wert von 1.131 Euro sollen demnach pro Online-Käufer über den virtuellen Warentisch gehen, so die Prognose. Das entspräche einer Steigerung um 22 Prozent im Vergleich zu 2013.

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