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Studie: Markenartikler brauchen einen Webshop

Markenhersteller, die keinen eigenen Webshop betreiben, stellen sich zwar gut mit ihren Handelspartnern, ihre Kunden jedoch reagieren verärgert, konstatiert eine aktuelle Studie.

Über 80 Prozent der User setzen voraus, dass eine Markenwebsite auch über einen Online-Shop verfügt und 48 Prozent sind über das Fehlen eines Online-Shops verärgert. Das zeigt die aktuelle Onlinestudie des DMC Digital Media Center. Denn immerhin ist das Internet für die Mehrheit der Befragten erste Anlaufstelle, wenn es um den Kauf eines Markenproduktes geht. Dabei sind Markenwebsites mit knapp 82 Prozent die wichtigste Informationsquelle, dicht gefolgt von Preisvergleichsseiten mit 80,8 Prozent. Und 77 Prozent informieren sich auf den Websites der Versandhändler. Dagegen wird der stationäre Handel nur von 65 Prozent aller Befragten als wichtigste Informationsquelle genannt.

Laut Angabe der befragten Konsumenten werden 60 Prozent aller Markenprodukte über das Internet verkauft. Interessant ist, dass sofern es keine signifikanten Preisunterschiede gibt, die Onlineshops der großen Versandhändler (27 Prozent) von den Online-Shoppern bevorzugt werden. Die Markenwebsites holen aber kräftig an Beliebtheit auf. Etwa 19 Prozent geben diese als bevorzugte Bezugsquelle an. Mit 7,5 Prozent bzw. knapp 6 Prozent bilden Spezialversender und Ebay die Schlusslichter und damit als favorisierte Bezugsquelle eine untergeordnete Rolle.

Dass Kunden konkrete Anforderungen und Wünsche haben, wird von den Shopbetreibern oft nicht berücksichtigt. Wenn es ans Bestellen auf Markenwebsites geht, haben die User hohe Ansprüche. Im Besonderen sind für 81 Prozent der Online -Shopper ein vollständiges Sortiment und auslaufende Produkte zu reduzierten Preisen wichtig. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich mit 90 Prozent darüber hinaus einen Ansprechpartner für die Fragen rund um Produkte und Serviceangebote der Marke.

Punkten können Marken-Shops vor allem auch über den Vertrauensvorschuss den eine Marke vermittelt. Drei Viertel der Befragten geben an, dass sie keine Probleme beim Zahlungsverkehr und bei der Lieferung erwarten und setzen damit die Messlatte hoch an. Das Marken Image und die Vertrauenswürdigkeit.einer Marke gehören also zu den wichtigsten Erfolgskriterien für den Marken-Shop. Demzufolge besitzen starke und am Markt etablierte Marken eine hervorragende Ausgangsposition für einen erfolgreichen Online-Shop unter dem eigenen Dach.

Dass Markenwebsites anders als normale Websites funktionieren, wird zudem durch die gesteigerte Erwartungshaltung der Nutzer an Design und Funktionalität unterstrichen. Bietet eine Markenwebsite auch einen Shop an, gelten diese Spielregeln auch hier - schon allein aus Gründen eines kohärenten Markenbildes. Online-Shops auf Markenwebsites werden sich demnach grundlegend von "normalen" Online-Shops unterscheiden und völlig neue und innovative Ansätze bieten müssen. So verwundert es nicht, dass bereits 46 Prozent der Befragten sich eine Marken-Community wünschen, in der sie einbezogen werden und die Möglichkeit haben, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen.

Die Ad-hoc Studie "Im Focus" präsentiert Ergebnisse einer Online-Befragung der eResult GmbH, Göttingen im Auftrag von dmc digital media center GmbH, Stuttgart. Es wurden im Zeitraum vom 21.01.2008 bis 23.01.2008 zufällig ausgewählte Mitglieder (1400 Personen) des Online-Access-Panels Bonopolis befragt.

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