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Interaktiver Handel Kleidung und Schuhe weniger nachgefragt

Shutterstock.com/Photobac
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Kleidung und Schuhe zählen zu den wichtigsten Warengruppen im Online- und Versandhandel. Ausgerechnet hier ging der Umsatz im zweiten Quartal 2014 zurück. Anders sieht es bei Elektronikartikeln aus.

Der interaktive Handel in Deutschland, also der Online- und Versandhandel, verzeichnet im zweiten Quartal 2014 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu diesem Ergebnis kommt die ganzjährig laufende Verbraucherstudie "Interaktiver Handel in Deutschland", die das Marktforschungsinstitut GIM - Gesellschaft für Marktforschung im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) durchgeführt hat.

So verzeichnet die umsatzstärkste Warengruppe Bekleidung einen Umsatzrückgang von minus 12,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro - im zweiten Quartal 2013 waren es noch knapp drei Milliarden Euro. Besonders hoch ist der Rückgang im Bereich Schuhe: Hier schrumpfte der Umsatz von rund einer Milliarde Euro 2013 auf 604 Millionen Euro (minus 44 Prozent). Auch der Bereich Bücher musste ein Minus von 23,6 Prozent auf 969 Millionen Euro hinnehmen.

"Dass sich das außergewöhnliche Tempo von 2013 etwas einbremst, ist kein Grund zur Sorge", meint bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer: "Die Branche ist auf einem hohen Niveau stabil. Multichannel gewinnt an Bedeutung und auch digitale Dienstleistungen konnten weiter zulegen."

Zuwächse verzeichneten die Warengruppen Unterhaltungselektronik/Elektronikartikel (plus 27,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro) sowie Hobby und Freizeitartikel (Plus 30,6 Prozent auf 665 Millionen Euro). Hier konnten die Händler noch vom Kaufverhalten während der Fußball-WM 2014 profitieren. Zulegen konnten außerdem die Warengruppen Computer und Zubehör (plus 42,4 Prozent), Möbel und Dekoration (plus 15,3 Prozent) und Drogerie (plus 21,5 Prozent).

Für die Untersuchung wurden rund 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel befragt. Die aktuellen Zahlen basieren auf der Auswertung der Monate April bis Juni 2014.

Im Jahr 2013 hatte sich der E-Commerce-Umsatz in Deutschland glänzend entwickelt: Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro wurden online an die Endkunden verkauft. Ein Plus von 41,7 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete der interaktive Handel einen Gesamtumsatz von 48,3 Milliarden Euro (plus 22,9 Prozent).

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