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Studie

Digitale Transformation als herausfordernde Aufgabe für Unternehmen

shutterstock.com/aodaodaodaod
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Laut einer Studie erweist sich die Umstellung auf digitale Workflows auch bei deutschen Unternehmen als dringlicher denn je. Einige Unternehmensbereiche wurden demnach in der Pandemie schon stark digitalisiert, andere werden nur zögerlich in Angriff genommen.

Führungskräfte und Mitarbeiter in Deutschland scheinen sich ziemlich einig darüber zu sein, wie die Zukunft des Arbeitens aussehen muss. So sagen 90 Prozent der teilnehmenden Führungskräfte, dass ihr Unternehmen in der Anfangsphase der Pandemie umgedacht hätte und zu neuen Arbeitsformen übergegangen sei. Auch 82 Prozent der befragten deutschen Arbeitnehmer nahmen diese Entwicklung hin zu besseren Arbeitsmethoden seit Beginn der Krise positiv auf.

So lautete eines der Hauptergebnisse der Studie von ServiceNow, einer Firma, die Unternehmen dabei unterstützt, digitale Workflows in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Dringlichkeit der digitalen Transformation von Unternehmen

Führungskräfte und Beschäftigte in Deutschland haben innerhalb der Studie vielfach angegeben, ihr Unternehmen habe zu Beginn der weltweiten Pandemie dank des Einsatzes von Technologie schneller als gedacht Arbeitsprozesse transformiert. Digitale Transformation scheint daher auf der To-Do-Liste von deutschen Unternehmen ganz weit oben zu stehen.

70 Prozent der Führungskräfte sehen die Notwendigkeit, Investitionen überwiegend in die digitale Transformation zu stecken. Damit steht Deutschland im europäischen Ländervergleich an der Spitze, gefolgt von Frankreich (54 Prozent) und den Niederlanden (54 Prozent). Durch die Covid-19-Pandemie haben sich für 88 Prozent der Befragten aus Deutschland ebenso die Betriebskosten reduziert. Frei gewordenes Geld kann so anderweitig genutzt werden.

Schnelle Transformation gelang dank Corona

Große Zufriedenheit herrscht darüber, was das Krisenmanagement ihrer Arbeitgeber betrifft. 88 Prozent der Führungskräfte und 85 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland geben an, dass ihr Unternehmen schneller als erwartet auf neue Arbeitsweisen reagiert habe. Sie zählten dies zu den positiven Effekten der Corona-Krise. Über die Hälfte der Beschäftigten (57 Prozent) wollen die neuen Arbeitsweisen außerdem beibehalten, wohingegen die Führungsspitze stärker zwiegespalten ist. Immer noch 45 Prozent wollen laut Studie zu den gewohnten Arbeitsprozessen vor der Covid-19-Pandemie zurückkehren.

Allerdings stellen sich auch 54 Prozent der Arbeitnehmer und 46 Prozent der Führungskräfte die langfristige Umstellung auf digitale Arbeitsprozesse schwieriger vor als die Ad-Hoc-Transformation am Anfang der Corona-Pandemie. In ganz Europa sind diese Bedenken groß. Auch Remote Work wird eher skeptisch betrachtet, sowohl von Angestellten (76 Prozent), als auch Führungskräften (Prozent 95). Es berge laut Aussagen der Studienteilnehmer große Risiken: So sind Führungskräfte besorgt um die rechtzeitige Lieferung von Produkten und Dienstleistungen und Arbeitnehmer befürchten überall Mängel bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit.

Digitalisierung noch nicht in Verwaltung angekommen

Da viele Unternehmen in Teilen noch Offline-Workflows haben (96 Prozent), kritisieren Mitarbeiter die unzureichende, inkonsequente digitale Transformation. So ist dies beispielsweise der Fall bei der Genehmigung von Dokumenten (52 Prozent) oder der IT, wenn es um Berichte zu Sicherheitsvorfällen geht (56 Prozent). Nach Monaten im Homeoffice geben 66 Prozent der Führungskräfte und 61 Prozent der einfachen Angestellten an, dass ihr Arbeitgeber noch immer kein vollständig integriertes System zur Verwaltung digitaler Workflows hat.

Als größten Vorteil sehen Arbeitnehmer in Deutschland (59 Prozent) die Zeitersparnis, welche durch den Verzicht auf das Pendeln oder die Fahrt zum Arbeitsplatz zustande kommt. 60 Prozent der Führungskräfte denken, dass Technologien am meisten zur Effizienzsteigerung ihres Teams beitragen können.

Die quantitative Online-Befragung wurde zwischen dem 1. und 10. September 2020 durchgeführt. Sie betraf 900 Führungskräfte und 8.100 Bürofachkräfte aus Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern aus elf Ländern.

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