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Einkauf im Supermarkt

Einkaufsverhalten Deutsche lieben den stationären Handel

Beim Einkauf von Lebensmitteln sind die Deutschen Traditionalisten

Shutterstock.com/Lisa s.

Beim Einkauf von Lebensmitteln sind die Deutschen Traditionalisten

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Der stationäre Handel ist anscheinend kein überholtes Geschäftsmodell. Einer Studie zufolge sind die Deutschen "Traditionalisten", wenn es um den Einkauf von Artikeln des täglichen Lebens geht.

In anderen Ländern wird online bestellt, was das Zeug hält. In Deutschland lieben die Konsumenten dagegen den Gang ins Geschäft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Nielsen-Marktforschung, die Welt.de vorstellt. Im Vergleich unter 60 Nationen zeigte sich bei der Online-Befragung von 30.000 Teilnehmern, dass nur 17 Prozent der Deutschen Lebensmittel, Tierfutter oder Hygieneartikel online kaufen. Zum Vergleich: Der europäische Mittelwert liegt bei 26 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil der Online-Shopper in China mit 37 Prozent. Das Einkaufen, so die Studie, empfindet fast die Hälfte der Befragten aus Deutschland als einen angenehmen Zeitvertreib (47 Prozent).

Der Online-Handel darf sich jedoch auch freuen: Obwohl derzeit nur rund 17 Prozent der Deutschen Waren des täglichen Bedarfs online bestellen, kann sich über ein Drittel der Befragten (34 Prozent) vorstellen, in Zukunft diese Einkäufe auch im Internet zu tätigen. Die Kaufstatistik für Drogerieartikel und Waren wie Elektronikartikel, Bücher oder Musik zeige, dass die Deutschen durchaus online einkaufen.

Die Zukunft dürfte aber auch in Deutschland Schwung in den Handel sowohl online als auch stationär bringen: Vor allem die jüngere Altersklasse bis zu 34 Jahren nutzt bereits jetzt den Lebensmitteleinkauf im Netz (30 Prozent). 60 Prozent der dieser Altersklasse  angehörenden Konsumenten stehen der Möglichkeit der Onlinebestellung positiv gegenüber.



Im April 2015 forderte der Deutsche Einzelhandelsverband (DHE) übrigens staatliche Hilfe zur Gleichstellung von On- und Offline-Einzelhandel.

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