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Audiophile Filesharer zahlen mehr

Audiophile Filesharer zahlen mehr

Eine Umfrage unter britischen Webusern zeigt, dass die Nutzer von Filesharing-Diensten nach eigenen Angaben mehr Geld für legale Musikangebote ausgeben, als Internetnutzer, die keine Tauschtechnologien nutzen.

Ein Drittel der Befragten gab an, Peer-to-Peer-Netzwerke oder Datenhoster zu nutzen. Nur neun Prozent nutzen diese Dienste für den illegalen Download von Musik. Allerdings gaben 80 Prozent dieser Nutzer im vergangenen Jahr durchschnittlich 85 Euro für Musik auf CDs, Schallplatte oder als Download aus. Internetnutzer, die kein Filesharing betrieben, gaben demgegenüber nur 48 Euro aus.

Fast die Hälfte der Filesharer wollte vor dem Kauf die Musik anhören und nutzte deshalb inoffizielle Quellen. Ein knappes Drittel nutzte illegale Quellen, da die gewünschten Musikstücke nicht verfügbar waren.

Die Studie bestätigt vergleichbare Untersuchungen der vergangenen Jahre die unisono zu dem Schluss kamen, dass Tauschbörsennutzer deutlich mehr Geld für Musik ausgaben als andere Internetnutzer. Die Bereitschaft legale Angebote zu nutzen ist recht groß. 64 Prozent würde auf inoffizielle Quellen verzichten, wenn die Musikindustrie mehr den Wünschen der Kunden entgegenkommen würden.

Vor allem die Beschränkungen in den Nutzungsrechten der Musiktitel schrecke der Studie zufolge die Nutzer ab. Auch Aboangebote sehen die User mit Skepsis, da sie fürchten das Angebot nicht ausreichend nutzen würden. Zudem seien die Musiktitel noch zu teuer. Der ideale Preis pro Titel läge der Umfrage zufolge bei etwa 0,50 Euro. Für die Studie befragte der Marktforscher Ipsos Mori im Auftrag von Demos 1.008 britische Internetnutzer im Alter von 16 bis 50 Jahre. Die komplette Studie steht bei Demos zum Abruf bereit.

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