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Messenger Marketing Kehrt WhatsApp zum Newsletter zurück?

Shutterstock/oasisamuel
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Auf WhatsApp können Unternehmen ihren Kunden jetzt wieder direkt eine Werbebotschaft, zum Beispiel über Preisnachlässe, schicken. Das Feature erinnert an den 2019 eingestellten WhatsApp Newsletter.

Der Messengerdienst WhatsApp verbessert für Unternehmen die Kommunikationsmöglichkeiten. Sie können künftig wieder ihren Kunden proaktiv Nachrichten zukommen lassen. Darauf verweist das Unternehmen MessengerPeople, ein Software-Spezialist für WhatsApp-Anwendungen. Das neue Format wird jetzt in Deutschland und anderen Ländern wie den USA, UK, den Niederlanden, Spanien und Italien ausgerollt. Die Einführung der proaktiven WhatsApp-Benachrichtigungen durch Unternehmen sei ein großer Schritt hin zu einem echten Conversational Commerce Angebot, so Matthias Mehner, Geschäftsführer und CMO von MessengerPeople.

Das neue WhatsApp Nachrichtenformat eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, seinen Kunden proaktive Benachrichtigungen wie zum Beispiel "Wieder auf Lager" oder Reminder für eine Nachbestellung zu schicken. Darüber hinaus können sie personalisierte Produktempfehlungen oder Informationen zu exklusiven Rabatten anbieten. Auch Preis- oder News-Alerts sind möglich, vorausgesetzt, die Kunden haben sich dafür angemeldet.

WhatsApp gibt jede Nachricht frei

Denn um solche proaktiven Nachrichten zu versenden, müssen Unternehmen ein entsprechendes Opt-In von ihren Nutzern erhalten. Die Opt-Ins müssen dem im jeweiligen Land geltenden Datenschutzrecht - in Deutschland der DSGVO - entsprechen. Zusätzlich müssen Unternehmen eine einfache Möglichkeit zum Opt-out anbieten.

WhatsApp

WhatsApp hat  auch Kontrollmechanismen implementiert, um Spam vorzubeugen. Zum einen können Nutzer mit wenigen Klicks  ein Unternehmen melden. Zum anderen prüft der Messengerdienst jede Nachricht, bevor diese von Unternehmen verschickt werden können. Damit will man einen seriösen Nachrichtenaustausch sicherstellen.

Führt damit WhatsApp den Newsletter wieder ein, der im Dezember 2019 eingestellt worden war? "Die WhatsApp Newsletter waren ja eher so ein Graubereich", sagt Matthias Mehner. "Der Unterschied zu heute besteht darin, dass es jetzt explizit von WhatsApp erlaubt ist, aber auch die Qualität der Nachrichten viel strenger überwacht wird. Das Prinzip 'Unternehmen schickt Informationen per WhatsApp an seine Kund:innen' könnte man aber so mit früher vergleichen. Insofern: ja."

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