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Elf Dienstleister gründen United E-Commerce

Zwölf Dienstleister gründen United E-Commerce Neue Allianz für den Online-Handel

United E-Commerce, eine neue Allianz aus zwölf Digitalspezialisten, präsentiert sich erstmals auf der dmexco. Künftig will der Zusammenschluss, der als eingetragener Verein gegründet wurde, Kunden entweder spezialisierte Einzelleistungen oder einen integrierten Full-Service bieten - je nach Bedarf.

Ein agiles Netzwerk von Partnerunternehmen habe man gründen wollen, das das komplette Leistungsspektrum im E-Commerce anbiete, erklärt Daniel Hölzer die Idee hinter United E-Commerce. Der Managing Partner der Mainzer Agentur Netz98 ist vernetztes Arbeiten gewohnt. Man kenne die Spezialisten in der Szene, mit denen man gut zusammenarbeite. Bei der Allianz, die am ersten dmexco-Abend Premiere feiert, können alle Dienstleister als Gemeinschaft auftreten. "Jeder Partner ist Experte auf seinem Gebiet und ergänzt die Leistungen der anderen", erklärt ­Hölzer. "So können wir unseren Kunden entweder spezialisierte Einzelleistungen oder einen integrierten Fullservice bieten, je nach ­ihrem individuellen Bedarf."

Ungewohnte Rechtsform

Die Liste der Unternehmen, die Hölzer ­gemeinsam mit Netz98-Geschäftsführer Tim Hahn zum Mitmachen bei United ­E-Commerce animierte, enthält bekannte Namen (siehe unten). Bei der Zusammenarbeit sollen sich die Partner ergänzen: "Es geht nicht um Provisionen, sondern um erfolgreichen E-Commerce", erklärt Hölzer. Ein Gründungsmitglied ist Res Media, die auf Online- und Medienrecht spezialisierte Anwaltskanzlei von Sabine Heukrodt-Bauer, die INTERNET WORLD Business-Lesern als langjährige Rechtstipp-Kolumnistin bekannt ist. Von der Anwältin stammt die Idee, den Zusammenschluss als eingetragenen Verein zu organisieren - eine ungewöhnliche Konstruktion. Zum Vergleich: Als sich 2011 neun Digitalagenturen zur United Digital Group (UDG) zusammenschlossen, wählten sie die Rechtsform einer GmbH. Die Partner übertrugen an die UDG Anteile ihrer Unternehmen und wurden im Gegenzug UDG-­Anteilseigner.

Die Rechtsform eines eingetragenen Vereins mache alles einfacher, so Hölzer. Da keine Geschäftsanteile übertragen werden, können die Partner leichter beitreten oder ausscheiden. Denn die Zahl der Vereinsmitglieder soll sich in Zukunft durchaus vergrößern: "Wir können uns vorstellen, dass sich uns Logistiker anschließen, Security-Spezialisten oder ein Shop-Zertifizierer wie Trusted Shops." Allzu beliebig soll United E-Commerce e.V. jedoch nicht ausgebaut werden: "Wir wollen ­keine Redundanzen aufbauen", erläutert Hölzer im Gespräch mit der Redaktion. "Wenn wir einen Hoster haben, dann sollen nicht unbedingt noch fünf weitere ins Netzwerk." Offen zeigt er sich jedoch für ­Experten: "Ein spezialisierter Payment Hoster etwa könnte zu uns passen."

Diese zwölf Partner haben sich zusammengeschlossen:

  • econda (Recommendation Engine)
  • eResult (Usability)
  • Host Europe (Hosting)
  • Netz98 (E-Commerce-Agentur)
  • Omikron / Fact Finder (In-Shop-Suche)
  • PAYONE (Payment-Provider)
  • Performance Media (Online-Media-Agentur)
  • Ranking Check (SEA und SEO)
  • Res Media (Kanzlei für IT- und Medienrecht)
  • SC Networks / Evalanche (E-Mail-Marketing)
  • Shopgate (Mobile Commerce)
  • Magento (E-Shop-Software)

Zusammenschlüsse verschiedener Anbieter zu einem Verein wie United E-Commerce oder UDG sind nicht neu. Bereits 2011 gründeten sechs Vermarkter und Retargeting-Spezialisten die Advertising Alliance. Im gleichen Jahr entstanden auch UDG und das weltweite Netzwerk Yamondo. Und 2013 haben sich beispielsweise die Webguerillas GmbH und SelectNY zu einem Joint Venture zusammengetan.

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