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Brandbidding Keyword-Piraten erbeuten Millionenbeträge

Shutterstock.com/Mong Multiply
Shutterstock.com/Mong Multiply

Durch sogenannte Brandbidder verlieren werbungtreibende Marken jährlich Millionenbeträge. Durch richtiges Management lassen sich jedoch bis zu 80 Prozent der Keyword-Diebe fernhalten.

Jeder fünfte Klick auf Suchmaschinen-Anzeigen (21 Prozent) geht im Schnitt an Mitbewerber verloren, die missbräuchlich auf fremde Marken-Keywords eigene Suchmaschinenanzeigen schalten. Im Extremfall können sogar bis zu 90 Prozent auf diese Weise verloren gehen. Werbungtreibende Markenunternehmen verlieren dadurch allein in Deutschland jährlich Millionenbeträge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung des Tool-Anbieters AdPolice.

Seit 2010 seien die Kosten pro Klick (CPC) auf Marken-Keywords um das Zehnfache gestiegen. Wenn Wettbewerber oder Affiliate-Partner missbräuchlich auf Begriffe bekannter Marken buchen, verteuert sich für die Originalmarke der Preis für die eigene Suchanzeige - und sie zahlt möglicherweise unrechtmäßige Provisionen. Hinzu kommt ein Traffic-Verlust, außerdem drohen Imageschäden, wenn der Markenname in Verbindung mit unseriösen Anzeigentexten auftaucht.

Die Auswertung von AdPolice basiert auf einer Auswahl von 53 Kunden verschiedener Branchen aus dem Zeitraum September 2013 bis Februar 2014. Berücksichtigt wurden dabei nur die Ergebnisse bei Google und für Deutschland. Das Markenschutzunternehmen geht davon aus, dass Werbungtreibende mit einer Mischung aus Tool- und Prozessmanagement 80 Prozent der Brandbidder von den eigenen Marken-Keywords fernhalten könnten.

Die Zahl beruht auf eigenen Erfahrungswerten, die AdPolice bei 25 Kunden gemacht hat. Das Unternehmen wird seine Tools zur Markenschutzüberwachung und Aufdeckung von Affiliate-Betrug auf der dmexco 2014 in Köln vorstellen (Halle 6/A047a).

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