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OVK Online-Report 2014/1 Über eine Milliarde Euro für Display-Werbung

Fotolia.de/Scanrail
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Die OVK-Werbestatistik beschränkt sich erstmals auf den Bereich Display - und den tatsächlich erzielten Umsatz: Dieser stieg im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Ein "ausgezeichnetes Ergebnis für die Gattung Digital" versprach Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im BVDW (OVK), bei der Präsentation des Online-Reports 2014/1 in Frankfurt/Main. Zunächst standen allerdings erst einmal zwei Neuerungen in der Werbestatistik des Online-Vermarkterkreises im Fokus:

  • Die ausgewiesen Umsätze mit Internetwerbung basieren nun nicht mehr auf den Brutto-Investitionen, sondern erstmals auf Netto-Zahlen.
  • Neu ist auch, dass der Fokus des OVK - zumindest aktuell - allein auf der Ausweisung der Display-Werbung liegt.

Das heißt im Umkehrschluss: Zahlen für den Internet-Gesamtmarkt, also inklusive Suchmaschinenvermarktung und Affiliate-Netzwerke, gibt es nicht. Die Ausweisung der digitalen Display-Werbung erfolgt zudem für Online und Mobile gemeinsam. Diese Änderungen begründet der OVK damit, dass sich die Abbildung der Online-Brutto-Werbeumsätze immer mehr von der tatsächlichen Marktenwicklung abkoppelt. Die Zweit- und Dritttvermarktung beispielsweise, zu der auch der boomende Werbehandel in Echtzeit zählt, wird den Vermarktern zufolge nicht adäquat darin abgebildet.

Auch wenn die erste OVK-Werbestatistik des Jahres in neuem Gewand erscheint - an der steigenden Investitionsbereitschaft der Werbungtreibenden ins Internet hat sich nichts geändert: Die Umsätze mit Display-Werbung (Online und Mobile) im vergangenen Jahr wuchsen in Deutschland um 9,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro (netto) an. Mit steigenden Spendings in grafische Werbung im Netz, wozu Banner- oder auch Bewegtbild-Formate zählen, soll es auch 2014 weitergehen: Der OVK prognostiziert einen Anstieg der Investitionen von 8,4 Prozent auf einen Display-Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Euro.

Mobiler Werbemarkt

Betrachtet man den mobilen Werbemarkt werden hierzulande noch vergleichsweise kleine Brötchen gebacken. In der Ausweisung der Unit Mobile Advertising (MAC) geht es weniger um Milliarden, denn Millionenbeträge. Dennoch wird klar: Werbungtreibenden passen ihre Budgets der neuen Mediennutzung an. So stiegen die Umsätze mit Mobile Display-Werbung im vergangenen Jahr um insgesamt 67 Prozent auf 65 Millionen Euro (netto).

Im laufenden Jahr sollen die Investitionen in Werbung auf Smartphones und Tablets um 65 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 107 Millionen steigen. Das Wachstumg liegt laut Oliver von Wersch, MAC und OVK, zum einen daran, dass immer mehr Menschen das Internet vermehrt mobil nutzen. "Zum anderen wird das Angebot im Hinblick auf screenübergreifende Kommunikationslösungen immer vielfältige rund leistungsstärker", so von Wersch.  

Für 2014 will sich der OVK neben Mobile vor allem auf die Themen Qualitätssicherung und Werbewahrnehmung fokussieren. Auch die zunehmende Verbreitung von AdBlockern liegt den Vermarkter schwer im Magen, hier soll die Erarbeitung technischer Abwehrmaßnahmen ein Ziel sein.

Zuletzt gab der BVDW die neue Verbandsstruktur bekannt: Die bisherigen Fachgruppen Affiliate Netzwerke, Full-Service-Agenturen, Forum Online-Mediaagenturen (FOMA), Online-Vermarkterkreis (OVK) und Online-Partnerbörsen haben sich im Zuge der neu eingeführten Organisationsstruktur als "Fachkreise" konstituiert. Gemeinsam mit den sogenannten Fokusgruppen dienen diese dem Austausch der BVDW-Mitglieder in einem speziellen Themengebiet.

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