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Schluss mit Yahoo in Japan?

Schluss mit Yahoo in Japan? Yahoo erwägt Anteilsverkauf

Das Asiengeschäft läuft für Yahoo nicht. Jetzt zieht der Internetkonzern in Erwägung, seine Anteile an Yahoo Japan abzugeben. Dadurch würden mehrere Milliarden US-Dollar frei, die das Unternehmen in andere Kanäle stecken kann.

Yahoo hält 35 Prozent an seinem Ableger Yahoo Japan. Ein Verkauf der Anteile brächte dem Unternehmen rund acht Milliarden US-Dollar ein, schätzen Analysten. Der Mehrheitseigner von Yahoo Japan, das Telekommunikationsunternehmen Softbank, käme als möglicher Käufer in Frage, so die beteiligungen-auf-dem-pruefstand-yahoos-weltreich-zerbroeselt/60020223.html:Financial Times Deutschland. Die Gespräche mit möglichen Abnehmern seien bereits im Gange.

Der Rückzug aus dem Japangeschäft könnte auch Auswirkungen auf Yahoos Aktivitäten in China haben. Dort ist Yahoo an dem E-Commerce-Unternehmen Alibaba beteiligt. Doch trotz des Potentials des chinesischen Markts laufen die Geschäfte für Internetunternehmen dort auf Grund der durch die chinesische Regierung auferlegten Restriktionen bisher nur mäßig gut.

Über das Abstoßen der Asienbeteiligungen könnte sich Yahoo etwas Geld in die Kassen spülen, um die Neuordnung seines Unternehmens voranzutreiben. CEO Carol Bartz will den Internetkonzern schon innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder auf Erfolgskurs bringen. Vor allem die Konzentration auf das Generieren und Vermarkten von Inhalten stehen dabei auf dem Programm.

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