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Werbung auf Yahoo-Seiten verbreitete Viren

Cybercrime-Angriff Viren über Werbung auf Yahoo-Seiten verbreitet

Hacker haben Yahoo.com als Virenschleuder missbraucht: Rechner von Nutzern wurden per sogenanntem "drive by infection" durch präparierte Werbeanzeigen mit Malware infiziert. Inzwischen hat Yahoo die betreffende Werbung entfernt.

Der US-Internetkonzern ist Opfer eines Cybercrime-Angriffs geworden. Die IT-Sicherheitsfirma hat auf dem Portal präparierte Werbeanzeigen entdeckt, über die Schadsoftware verbreitet worden ist. Rechner von Besuchern, die auf Viren-Seiten geleitet wurden, konnten durch Sicherheitslücken in älteren Java-Versionen attackiert werden. 

Schätzungen der Firma zufolge wurde die Malware an etwa 300.000 User pro Stunde geschickt, was rund 27.000 Infizierungen pro Stunde entspricht. Besonders betroffen seien Nutzer aus Frankreich, Großbritannien und Rumänien. "Es ist unklar, wer hinter dieser Attacke steht, aber die Angreifer sind eindeutig finanziell motiviert und haben ihre Dienste wohl auch anderen Akteuren angeboten", schreibt Fox-IT. Yahoo hat den Vorfall bestätigt und versichert, dass die Schadprogramme entfernt worden sind. Demnach wurden die europäischen Yahoo-Seiten im Zeitraum vom 31. Dezember 2013 und 03. Januar 2014 zur Verbreitung von Viren missbraucht. Mac-Computer und mobile Geräte waren nicht betroffen.

Zu Jahresbeginn ist auch der Microsoft-Dienst Skype Online-Kriminellen zum Opfer gefallen. Eine Microsoft-kritische Nachricht, die Hacker auf dem Twitter-Account von Skype veröffentlichten, wurde mehrere Tausend Male retweetet.

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