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Yahoo-Firmenzentrale

Quartalsbericht im Bieterkrieg Umsatzrückgang um elf Prozent bei Yahoo

Shutterstock.com/Ken Wolter
Shutterstock.com/Ken Wolter

Schlechte Zeiten bei Yahoo: Am Tag der Abgabefrist für Übernahmegebote muss der ehemalige Internetgigant empfindliche Rückgänge bei Umsatz und Ertrag im 1. Quartal vermelden.

Auch im ersten Quartal 2016 konnte sich Yahoo nicht aus den roten Zahlen retten. Der jetzt veröffentlichte Finanzbericht weist einen Umsatz von 1,09 Milliarden US-Dollar aus - und damit einen Rückgang um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damals hatte Yahoo 1,23 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Die miesen Umsätze wikten sich auch auf die Einnahmen aus. Die Bilanz zeigt einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum war Yahoo noch mit 21 Millionen US-Dollar Profit in den schwarzen  Zahlen gewesen.

Marissa Mayers Strategie, sich auf Mobile zu konzentrieren, brachte immerhin in diesem Bereich einen Zuwachs: Der Umsatz mit Mobile stieg von 234 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf jetzt 260 Millionen US-Dollar an. Doch auch bei der bezahlten Suche musste Yahoo Umsatzrückgänge hinnehmen - mit 820 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2016 sind dies 15 Prozent weniger als im Jahr 2015.

An der Börse stieg die Yahoo-Aktie dennoch kurzfristig noch um 1,5 Prozent an, wahrscheinlich aufgrund der gestern ablaufenden Abgabefrist für Übernahmeangebote. Während offizielle Stellungnahmen bisher fehlen, konnte Recode einige Bieter identifizieren. So soll Verizon tatsächlich ein Gebot eingereicht haben, genauso wie die Kapitalgesellschaft TPG. Außerdem sind unter den Interessenten die Kapitalgesellschaften Bain Capital und Vista Partners. 

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