INTERNET WORLD Business Logo Abo
friendticker-CEO gründet dealomio

friendticker-CEO gründet dealomio Mobiles Marketing für Offlinehändler

Setzt nicht nur auf Checkin: Resatsch

Setzt nicht nur auf Checkin: Resatsch

Heute startet dealomio. Der mobile Service will lokalen Händlern mehr Kunden bringen, indem er Deals im Umkreis des Nutzers anzeigt. Diese speziellen Angebote sind jeweils sechs Stunden gültig. internetworld.de sprach mit Florian Resatsch, CEO von dealomio und der Schwesterfirma friendticker, über den Vertrieb, Abrechnungsmodelle und mögliche zehn Millionen User.

Wie funktioniert dealomio?

Florian Resatsch: Super einfach: Der Händler ruft uns an, nennt uns Überschrift und Gültigkeit seines Deals und wir veröffentlichen das. Der Nutzer öffnet die App und bekommt Angebote in seiner Umgebung angezeigt.

Sie setzen nicht auf Self-Service?

Resatsch: Zum Start übernehmen wir das Einstellen der Angebote, auch um die Qualität sicherzustellen. Nach drei Monaten sollen die Händler das auch selbst machen können.

Haben Sie schon Feedback von Händlerseite erhalten?

Resatsch: Wir haben einen Test in Berlin gemacht, der sehr erfolgreich verlief – und wir verkaufen schon richtig gut über ein Callcenter und unseren eigenen Vertrieb. Jeder zehnte Händler, den wir kontaktieren, bucht auch bei uns. Wir starten morgen in Berlin, Hamburg, Köln und Hannover und wir gehen mit 300 bis 600 Angeboten pro Stadt heraus. München und Frankfurt folgen im nächsten Schritt. Gleichzeitig kooperieren wir in Spanien und Argentinien mit einem Partner.

Wer bucht bei Ihnen?

Resatsch: Besonders aufgeschlossen sind Firmen, die bereits Erfahrungen mit Groupon haben – und Unternehmen aus den Bereichen Beauty, Fashion und Gastronomie. Aber auch Optiker und Getränkehändler haben bei uns Angebote eingestellt.

Für welche Deals setzen diese Händler dealomio ein?

Resatsch: Viele Werbetreibende nutzen dealomio, um Giveaways wie Parfumproben zu verteilen. Die Galerie Lumas zum Beispiel will über uns Acryldrucke verschenken und so neue Kunden gewinnen. Spannend ist auch unsere Zusammenarbeit mit barcoo: Wenn ein User ein Produkt scannt, können wir ihm passende Angebote in der Nähe zeigen. Diesen Service bietet derzeit noch niemand an.

Nach welchem Modell wird abgerechnet?

Resatsch: Wir rechnen pro Klick von der Übersichtsseite auf die Detailseite des Angebots ab. Es gibt aber auch Sechs- und Zwölfmonatspakete sowie Angebote für Filialisten.

Wie machen Sie die User auf dealomio aufmerksam?

Resatsch: Die Angebote wird es nicht nur in unserer App geben, sondern wir sind neben der barcoo-App auch in der von KlickTel vertreten, da bringen wir die lokalen Deals rein und bewerben jeweils zwölf unserer Angebote. Über unsere Partner sind wir derzeit bereits auf zehn Millionen Anwendungen installiert.

Als erstes Produkt haben Sie vor einem Jahr friendticker herausgebracht. Wie grenzen Sie dealomio dagegen ab?

Resatsch: Auch friendticker-Nutzer sind interessiert an Gutscheinen, doch gerade für lokale Händler ist unser System mit den Checkins zu komplex. Bei dealomio können sie kurzfristig ihre Besucherzahl erhöhen an Tagen, an denen sie nicht so viel Kundschaft haben. Auch unter den Nutzern ist nicht jeder, der sich über eine günstige Pizza freut, bereit, seinen Standort zu nennen. Für diese Menschen ist dealomio gemacht.

Das könnte Sie auch interessieren